Mit einem außergewöhnlichen Klavierrecital hat der georgische Pianist Giorgi Gigashvili am 5. März im Kulturhaus Dornbirn für viel Begeisterung gesorgt. Im Rahmen von „Dornbirn Klassik” präsentierte er ein anspruchsvolles Programm über musikalische Beziehungen zwischen Komponistinnen und Komponisten.
Gigashvili widmete sein Programm dem Leitmotiv „Beziehungen” und stellte Werke von Clara und Robert Schumann, Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy sowie von Dmitri Schostakowitsch und Galina Ustwolskaya einander gegenüber. So wurden über zwei Jahrhunderte hinweg musikalische Dialoge hörbar, die von biografischer Nähe, gegenseitiger Inspiration, Förderung oder auch bewusster Abgrenzung geprägt sind.
Giorgi Gigashvili beeindruckte dabei mit seinen ausdrucksstarken Interpretationen und seiner außergewöhnlichen Klanggestaltung. Am Ende des Konzerts dankte das Dornbirner Publikum dem Künstler mit lang anhaltendem Applaus und Standing Ovations. Besonders hervorgehoben wurde auch die programmatische Dramaturgie des Abends. Durch die Gegenüberstellung der Werke wurden neue Perspektiven auf bekannte Namen der Musikgeschichte eröffnet und zugleich Komponistinnen wie Clara Schumann, Fanny Hensel und Galina Ustwolskaya stärker ins Blickfeld gerückt. Mit Giorgi Gigashvili konnte die Konzertreihe „Dornbirn Klassik” erstmals einen Künstler nach Vorarlberg holen, der weltweit zu den vielbeachteten Pianisten seiner Generation zählt. Der in Georgien geborene und heute in Berlin lebende Musiker war von 2023 bis 2025 BBC New Generation Artist und ist in der Saison 2025/26 ECHO Rising Star.