31. August 2020 - 4:49 / Ausstellung 
29. August 2020 22. November 2020

Die Ausstellung "Dance Me to the End of Love. Ein Totentanz" im Bündner Kunstmuseum Chur konfrontiert die Betrachter mit Liebe und Tod und führt von der Feier des sinnlichen Augenblickes in die Vergänglichkeit und das Ende des Daseins. Die grosse thematische Ausstellung im Erweiterungsbau des Museums wird am 29. August eröffnet.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein Zyklus von 25 Todesbildern, die 1543 nach den berühmten Holzschnitten von Hans Holbein d.J. für das Bischöfliche Schloss in Chur geschaffen wurden und ab Herbst 2020 nach langer Zeit erstmals wieder öffentlich zugänglich sein werden. Für das Bündner Kunstmuseum ist die Eröffnung des Churer Domschatzmuseums der Anlass, dem Thema "Totentanz" eine eigene Ausstellung zu widmen.

Statt der ikonographischen Tradition der Konfrontation des Lebens mit dem Tod zu folgen, stehen in der Ausstellung der Tanz, die Bewegung, die Ekstase und die Metamorphose bis hin zur Auflösung im Tod im Zentrum. Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Antike bis in die Gegenwart und stellt Werke der bildenden Kunst kulturhistorischen Objekten gegenüber. Sie umfasst alle Medien bis hin zum Film und integriert Elemente der Pop-Kultur.

Die von Stephan Kunz und Stefan Zweifel kuratierte Ausstellung geht vom Moment der Bewegung aus und zeigt mit Werken von Jackson Pollock, Willem de Kooning, Jean Tinguely, Rebecca Horn und Daniel Schmid wie in der Bewegung die gesicherten Grundlagen unseres Lebens aufgelöst werden. Sie führt einerseits in eine Wunderkammer, die ganz im Zeichen des memento mori steht und kulturhistorische Objekte mit Werken von Hans Holbein bis Andy Warhol zusammenbringt. Andererseits folgt die Ausstellung der Dynamik des Tanzes, angetrieben von der Liebeslust und der metamorphotischen Transzendierung des Körpers in Werken von Auguste Rodin und Gustav Klimt bis Yves Klein, von Hans Bellmer und Man Ray bis Markus Raetz, von Vaslav Nijinsky und Sophie Taeuber-Arp bis Maurice Béjart. Sie führt aber auch ausgehend vom antiken Totenkult und Mysterienspielen über abgründige Märchenbilder von Hans Christian Andersen in die Welt des Cabaret.

Dance Me to the End of Love. Ein Totentanz
29. August bis 22. November 2020

Bündner Kunstmuseum Chur
Postplatz
CH - 7002 Chur

T: 0041 (0)81 257 2868
F: 0041 (0)81 257 2172
E: info@bkm.gr.ch
W: http://www.buendner-kunstmuseum.ch/

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  •  29. August 2020 22. November 2020 /
Gustav Klimt, Goldfische, 1901 - 1902 Kunstmuseum Solothurn, Dübi-Müller-Stiftung
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v.l.n.r. Martin Schmid (The Written Face), Andy Warhol (Dance Diagram (6)) (auf dem Boden liegend),  Willem de Kooning (Hostess) (auf Sockel) und (Ohne Titel)
v.l.n.r. Martin Schmid (The Written Face), Andy Warhol (Dance Diagram (6)) (auf dem Boden liegend), Willem de Kooning (Hostess) (auf Sockel) und (Ohne Titel)
.l.n.r. Fritz Lang (Metropolis), Jean-Frédéric Schnyder (Apocalypso)
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