Der Kunstmarkt mit seinen Protagonisten, Institutionen und Mechanismen übt seit jeher eine besondere Faszination aus.
Im Gartenpalais Liechtenstein in Wien wird es im kommenden Frühjahr eine internationale Ausstellung geben, die sich auf bahnbrechende Weise mit den zugrundeliegenden Dynamiken beschäftigt. Dazu gehören Marktplätze, Verkaufsstrategien und Preisgestaltung. Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein beleuchten in dieser Ausstellung den europäischen Kunsthandel von der griechisch-römischen Antike über die italienischen Stadtstaaten der Renaissance und das Goldene Zeitalter der Niederlande bis hin zu sensationsheischenden Präsentationen und transatlantischen Verkäufen im 19. Jahrhundert.
Dabei wird erfahrbar, wie jahrtausende- bzw. jahrhundertealt viele Phänomene des Kunstmarkts im Grunde sind. Da richtungsweisende Entwicklungen oft von bestimmten Städten und Regionen ausgingen, widmet die Sonderausstellung diesen Innovationszentren eigene Räume, in denen die Fortschritte und neuartigen Praktiken veranschaulicht werden. So wird deutlich, wie nachhaltig der Handel nicht nur die Verbreitung von Werken, sondern auch die Entwicklung der Künste und die Kunstgeschichtsschreibung geprägt hat.
Prominente Leihgaben internationaler Sammlungen – darunter Gemälde von Tizian, van Dyck, Monet und Klimt – und Hauptwerke aus den Fürstlichen Sammlungen, darunter Arbeiten von Giambologna, Brueghel, Rembrandt und Canaletto, machen diese anregende Ausstellung zu einem historischen Erlebnis und wahren Schaugenuss.
Noble Begierden
Eine Geschichte des europäischen Kunstmarkts
30. Jänner bis 6. April 2026