Drei Kunst-und-Bau-Projekte am Neubau des Landeskrankenhauses Rankweil

Anlässlich der Eröffnung des Neubaus der Erwachsenenpsychiatrie am Landeskrankenhaus Rankweil am 20. November sind drei Kunst-und-Bau-Werke entstanden.

Diese wurden im Rahmen des Festakts als Teil des Gesamtprojekts präsentiert. Mit deren Realisierung waren nach einem anonymen, offenen Ermittlungsverfahren die Kunstschaffenden Stefan Amann, Gabriele Fulterer/Christine Scherrer und Christian Helbock betraut. Sie entwickelten ihre Kunstprojekte im Einklang mit dem Architekturbüro Marte.Marte und konnten die Orte für die Platzierung ihrer Werke frei wählen.

„Kunst und Bau“ begleitet und ergänzt seit vielen Jahren die Projekte des Vorarlberger Landeshochbaus – als kreatives Gestaltungselement und als künstlerischer Denkanstoß mit Bezug zum Bauprojekt. Indem die Künstlerinnen und Künstler dabei zum frühestmöglichen Zeitpunkt miteinbezogen werden, können die Werke in Einklang mit der Architektur entwickelt werden und werden zu einem gleichwertigen Bestandteil, erklärt Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink. „In den drei völlig unterschiedlichen Projekten für das LKH Rankweil, in denen sich Kunst begreifen lässt, zum Lesen und Weiterdenken verführt und neue Räume öffnet, ist dies einmal mehr gelungen“, so Schöbi-Fink.

Stefan Amann nutzt das haptische Potenzial der Türknäufe. Die Objekte werden leicht bearbeitet und verformt. Damit bricht der Künstler die normierte Gleichförmigkeit industriell gefertigter Dinge auf und zeigt, dass auch das weniger Perfekte ein funktionierendes Gegenüber sein kann.

Den Ausgangspunkt für die Rauminstallation von Gabriele Fulterer und Christine Scherrer bilden aneinandergereihte Fragmente aus Briefwechseln, die vom Leben innerhalb und außerhalb der Klinik erzählen und nur durch ihre Farben den einzelnen Personen zuordenbar sind. Die Textpassagen, die angerissen und weitergedacht werden können, befinden sich auf unterschiedlichen Oberflächen (Glas, Beton).

Christian Helbock verbindet in seinen digitalen Prints verschiedene Räume, Anordnungen und Situationen zu Raumcollagen und Kunsträumen, die real und surreal zugleich sind. Sein monumentales Raumbild im Erdgeschoss kann aus vielen Blickwinkeln und auch aus größerer Entfernung betrachtet werden. Für die intimeren Dimensionen der Etagen darüber schafft er museal gerahmte Fotocollagen.