Dorotheum Wien mit bester Frühjahrssaison seiner Geschichte

Das Dorotheum in Wien blickt auf die beste Frühjahrssaison (das erste Halbjahr) in seiner Geschichte zurück. Das Auktionshaus meldete für das erste Halbjahr 2026 neue Rekorde und Spitzenpreise. Vor allem die Zeitgenössische Kunst und die Klassische Moderne erzielte Höchstpreise. Neben den Kunstsparten stachen dieses Mal aber auch luxuriöse Uhren und Juwelen mit historischen Millionenergebnissen hervor.    

Vor allem zeitgenössische Kunst & Nachkriegsmoderne waren der Haupttreiber des Rekordhalbjahres, getragen von einem massiven internationalen Interesse und einem spürbaren Boom für Künstlerinnen. So sicherte sich die italienische Avantgarde-Künstlerin Carla Accardi mit 520.000 Euro den absoluten Spitzenwert und einen neuen Weltrekord für ihr Werk. Große Nachfrage gab es für etablierte Namen wie Emilio Vedova, Günther Uecker, Günther Förg und Katharina Grosse. Bei der österreichischen Gegenwartskunst überzeugten vor allem Martha Jungwirth sowie Klassiker wie Maria Lassnig, Arnulf Rainer und Hermann Nitsch. Die Moderne glänzte traditionell mit starker internationaler Beteiligung. Ein besonderer Fokus lag in dieser Saison unter anderem auf Papierarbeiten von Weltstars wie Claude Monet. 

Echte Preiskracher gab es auch in den Luxus- und Sammler-Kategorien. So knackte eine exquisite Taschenuhr am 22. Mai die Millionengrenze und wechselte für 1,025 Millionen Euro den Besitzer. Eine Brosche mit einem 18,695 Karat schweren Kaschmir-Saphir erzielte 779.000 Euro. Dies ist das höchste Auktionsergebnis für ein Schmuckstück, das je in Österreich oder Deutschland erzielt wurde. 

Für viel Aufmerksamkeit und eine Verkaufsquote von 100 Prozent sorgte zudem die Versteigerung des Nachlasses des legendären österreichischen Schauspielers und Regisseurs Otto Schenk.