6. Juni 2020 - 15:24 / Aktuell / Messe 

Zunächst wurde die diesjährige Kunstmesse Art Basel von Juni auf September verschoben. Nun haben sich die Veranstalter dafür entschieden, dieses Kunstschaufenster gänzlich abzusagen. Als Grund für die Absage gibt die Messebetreiberin MCH Group die wegen der Coronavirus-Pandemie unsicheren globalen Rahmenbedingungen an. Die Entscheidung zur Absage sei nach Rücksprachen mit Galeristen, Sammlern, Partnern und externen Experten getroffen worden, liess die MCH Group verlauten.

Neben Gesundheits- und finanziellen Risiken für die Aussteller seien vor allem die anhaltenden Behinderungen des internationalen Reiseverkehrs ausschlaggebend dafür gewesen. Auch dass in der Schweiz noch keine Regeln für Grossveranstaltungen existieren, hab laut MCH Group eine Rolle gespielt.

"Wir hatten gehofft, die Erholung des Kunstmarktes mit einer erfolgreichen Messe im September unterstützen zu können§, wird Marc Spiegler, Global Director der Art Basel in der Aussendung zitiert. Leider seien dafür die Unsicherheiten aber nach wie vor zu gross. Man werde nun die digitalen Plattformen für den Kunstmarkt weiterentwickeln. Diese wurden nach der Absage der Art-Ausgabe in Hongkong im März aufgebaut.

Gecancelt wurde zudem auch die Schwestermesse Design Miami Basel. Beide Kunstmessen wurden ursprünglich von ihrem Stammdatum Mitte Juni auf den 17. bis 20. September verschoben.

Für die finanziell und strukturell angeschlagene MCH Group bedeutet die Absage ihrer Flaggschiffmesse ein weiterer Rückschlag. Gestrichen wurde bereits die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld, deren Weiterführung nach dem Ausstieg wichtiger Aussteller grundsätzlich infrage gestellt ist.