Die Wiener Bohème – Werke der Hagengesellschaft

Überzeugt von ihrer Bedeutung, stiftete die Hagengesellschaft der Albertina in Wien bereits 1905 ein Konvolut von über 800 Zeichnungen. Tatsächlich gilt die Wiener Künstlergesellschaft als wichtige Vorläuferorganisation von Secession und Hagenbund.

Zwischen 1880 und 1900 trafen sich ihre Mitglieder regelmäßig in ihren Stammlokalen „Zum blauen Freihaus” und „Café Sperl”. In geselliger Runde entstanden dort hunderte Zeichnungen und Aquarelle von Künstlern wie Josef Engelhardt, Adolf Böhm, Rudolf Bacher, Johann Victor Krämer und anderen.

Die Albertina präsentiert erstmals Porträts und Karikaturen der Mitglieder, Grotesken, Wiener Alltagstypen, Traumlandschaften und Zeichnungen, die bereits auf die Secession hinweisen, aus dieser Schenkung. Einige dieser Blätter wurden später in der Kunstzeitschrift „Ver Sacrum” publiziert. Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur Erforschung der Wiener Moderne.

Die Wiener Bohème
Werke der Hagenbund-Gesellschaft
25. Juli bis 12. Oktober 2025