23. Juni 2011 - 1:34 / Ausstellung / Grafik 
27. März 2011 26. Juni 2011

Aby Warburg (1866-1929) zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Kunstwissenschaftlern des 20. Jahrhunderts. Sein Lebenswerk galt insbesondere dem Aufspüren antiker Darstellungsmuster als expressive Vorbilder zur Wiedergabe menschlicher Leidenschaften in der Renaissancekunst. Hierzu entwickelte er den berühmten Begriff der Pathosformel, den er erstmals 1905 auf einem Lehrerkongress auf St. Pauli in Hamburg öffentlich vorstellte.

Bislang unbekannt war in diesem Zusammenhang, dass Warburg für seinen Vortrag Kunstwerke aus der Hamburger Kunsthalle als Anschauungsobjekte zur Erklärung der Pathosformel ausstellte, darunter auch Werke von Albrecht Dürer und Andrea Mantegna. Diese von Warburg organisierte Ausstellung wird nun erstmals rekonstruiert und im Saal der Meisterzeichnung zu sehen sein. Ergänzt wird die Ausstellung durch Druckgraphik des 15. und 16. Jahrhunderts. Außerdem werden Quellenmaterial und Werke von Max Klinger und Arnold Böcklin gezeigt, die eine Einbindung der Ausstellung in die Zeit Warburgs ermöglichen.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die in den Museumsshops und unter www.freunde-derkunsthalle.de für 9,80 Euro erhältlich ist.

Die entfesselte Antike. Aby Warburg und
die Geburt der Pathosformel in Hamburg

Saal der Meisterzeichnung
27. März bis 26. Juni 2011

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
D - 20095 Hamburg

T: 0049 (0)40 428 131 200
F: 0049 (0)40 428 5434 09
E: info@hamburger-kunsthalle.de
W: http://www.hamburger-kunsthalle.de/

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Otto Greiner (1869-1916); Die Tanzenden, 1896. Lithographie, 444 x 593 mm; © Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett/bpk. Photo: Christoph Irrgang
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Max Klinger (1857-1920); Fest (Reigen), 1894. Radierung, Stich u. Aquatinta, 253 x 356 mm; © Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkab./bpk. Photo: Christoph Irrgang
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Andrea Mantegna (1431-1506); Kampf der Seegötter (l. Hälfte), 1470-1490. Kupferstich, 314 x 435 mm; © Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkab./bpk. Photo: Christoph Irrgang
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Portraitphoto von Aby Warburg; © Hamburger Kunsthalle