27. Januar 2011 - 2:21 / Ausstellung / Museum 
28. September 2010 30. Januar 2011

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland auf nahezu jeder Baustelle und jedem Bauernhof, in jedem Industriebetrieb und auch in Privathaushalten Zwangsarbeiter ausgebeutet. Dort wie in den besetzen Gebieten mussten insgesamt über 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus ganz Europa als "Fremdarbeiter", Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten.

Die Ausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945. Die in der Ausstellung präsentierten historischen Exponate und Fotografien ermöglichen es, das rassistisch definierte Verhältnis zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern auszuloten - mit allen Handlungsspielräumen, die sich den Menschen boten. Und sie zeigen, dass die Zwangsarbeit von Beginn an Teil der rassistischen Gesellschaftsordnung des NS-Staates war: Die propagierte "Volksgemeinschaft" und die Zwangsarbeit der Ausgeschlossenen - beides gehörte zusammen.

Zwangsarbeit
Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
28. September 2010 bis 30. Januar 2011

Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
D - 10969 Berlin

T: 0049 (0)30 25993-300
F: 0049 (0)30 25993-409
E: info@jmberlin.de
W: http://www.juedisches-museum-berlin.de/

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Sowjetische Kriegsgefangene im BMW-Werk München-Allach, 1942-1944. © BMW AG BMW Group Archiv
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Zwangsarbeiter auf dem Gelände des Daimler-Werkes in Minsk, September 1942. © Mercedes-Benz Classic, Archive
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Ukrainische Zwangsarbeiter erhalten nach ihrer Befreiung eine Mahlzeit, März 1945. © National Archives, Washington
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NS-Propagandabroschüre zum Einsatz von Zwangsarbeitern, 1943. © Sammlung KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen, Foto: Peter Hansen