In der Sonderausstellung „Polyphon – Harmonia Mundi“ des Schallkünstlers Peter Androsch im Haus der Musik in Wien werden astrophysikalische Phänomene, wie etwa die Entstehung und Entwicklung von Sternen, Supernova-Explosionen, Pulsare oder die Bewegung von Galaxien, hörbar gemacht.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Polyphon, ein großformatiges Klangobjekt, das als akustischer Apparat, kunstvolles Möbelstück und technisches Meisterwerk gleichermaßen fungiert. Es besteht aus 672 Schubladen, die jeweils einen individuellen Klang erzeugen. Beim Öffnen der Schubladen werden Klangimpulse ausgelöst, die astrophysikalische Phänomene hörbar machen – also natürliche Vorgänge und Ereignisse, die im Weltall stattfinden.
Die Konzeption des Projekts bezieht sich auf die Idee einer klingenden Sphärenharmonie, wie sie bereits in der Antike und insbesondere von Johannes Kepler in seinem Werk „Harmonices Mundi“ (1618) beschrieben wurde. Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Daten, insbesondere den elektromagnetischen Signalen von Pulsaren, werden diese Impulse im Polyphon in akustische Signale übertragen. Besucher*innen können somit durch die Kombination einzelner Laden ihre eigene „Symphonie der Sterne“ gestalten.
„Polyphon – Harmonia Mundi“
Voraussichtlich bis Frühsommer 2026 geöffnet