20. August 2011 - 1:31 / Ausstellung / Sonstige 
21. Mai 2011 21. August 2011

Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und die Staatsgalerie Stuttgart waren 150 Jahre lang eng verbunden. Gegründet als Académie des Arts wurde die Akademie bald an die Hohe Carlsschule, Ausbildungsstätte der württtembergischen Elite, angegliedert, jedoch Ende des 18. Jahrhunderts aufgelöst. Im 19. Jahrhundert als Kunstschule wiedergegründet, war die Akademie ab 1843 gemeinsam mit der Kunstsammlung sogar im gleichen Gebäude untergebracht: in der heutigen Alten Staatsgalerie, die damals als "Museum der bildenden Künste" bezeichnet wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kunstschule zur Akademie der Bildenden Künste ernannt.

Die Ausstellung der Graphischen Sammlung zeigt Werke von Künstlern, die als Professoren an der Akademie lehrten. Manche der Professoren waren auch Leiter der Gemäldegalerie oder des Königlichen Kupferstichkabinetts, wie zum Beispiel Philipp Hetsch, Adolf Friedrich Harper, Carl Leybold, Heinrich Rustige, Eberhard Wächter oder Karl August Kräutle. Die Präsentation der Werke in der Ausstellung reicht von Nicolas Guibal bis Bernhard Pankok. Nicolas Guibal (1725 - 1784) lehrte an der Académie des Arts und war ebenso Hofmaler wie Direktor der herzoglichen Galerie in Schloss Ludwigsburg. Bernhard Pankok (1872 - 1943) begründete die Lehr- und Versuchswerkstätten der Kunstgewerbeschule; er entwarf Bühnenbilder für die Stuttgarter Oper und eine heute nicht mehr erhaltene Raumausstattung der Staatsgalerie sowie einzelne Rahmen.

In der Ausstellung werden Zeichnungen und Druckgraphik gezeigt, die in verschiedenen Techniken ausgeführt wurden. Diese Arbeiten auf Papier werden durch einige Gemälde mit Selbstportraits der Künstler ergänzt. Auch einige Arbeiten von Schülern der Akademie werden ausgestellt: Sie veranschaulichen die Lehre an der Akademie im 19. Jahrhundert ebenso wie Zeichenlehrbücher oder anatomische Studien. Mit Entwürfen für Historienmalerei, Landschaften, Portraits und Genredarstellungen werden verschiedene Lehrinhalte der Akademie vorgestellt. Von ersten Skizzen für Werke der Bildhauerei und Malerei bis hin zu fertig ausgeführten Druckstöcken und deren Abzügen bietet die Ausstellung einen breitgefächerten Einblick in das Schaffen an der Stuttgarter Kunstakademie zwischen 1761 und 1920.

Die Akademie im Museum
Künstler als Professoren in Stuttgart 1761 - 1920
21. Mai bis 21. August 2011

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30-32
D - 70173 Stuttgart

T: 0049 (0)711 470 40 0
F: 0049 (0)711 236 99 83
E: info@staatsgalerie.de
W: http://www.staatsgalerie.de/

weitere Beiträge zu dieser Adresse



  •  21. Mai 2011 21. August 2011 /
16275-1627501.jpg
Philipp Jakob Scheffauer (1758-1808): Anatomische Handstudie mit Bezeichnung der Muskelnamen, 1794. Rötel, Aufschriften: Feder in Braun, auf rohweißem Bütten, 21,8 × 34,8 cm; Staatsgalerie Stuttgart
16275-1627502.jpg
Karl August Kräutle (1833-1912): Iphigenie, nach 1872. Kupferstich (Probedruck) auf weißem Velin-Papier; Blatt: 63,8 x 47,2 cm, Platte: 53,5 x 34,6 cm; Staatsgalerie Stuttgart
16275-1627503.jpg
Philipp Friedrich Hetsch (1758-1839): Allegorie der Malerei, um 1775-1780. Feder in Grau über Bleistift auf hellblauem Papier, Rückseite zur Übertragung gerötet, 30,1 x 45,1 cm, Einfassungslinie: 20 x 35,6 cm; Staatsgalerie Stuttgart
16275-1627504.jpg
Bernhard Pankok (1872?1943): Bühnenbild-Entwurf zur Oper 'Mona Lisa', 1915. Bleistift, Deckfarbe und Goldbronze auf weißem Transparentpapier, aufgezogen auf blau überzogenem Karton, Blatt: 44,6 x 41,8 cm; Staatsgalerie Stuttgart