20. Juli 2010 - 2:37 / Bühne / Schauspiel 

Zwei Feldherren im Belagerungszustand. Sigismondo steht vor den Toren einer namenlosen italienischen Kleinstadt, Robert Guiskard vor den Toren Konstantinopels. In Italien wütet die Gewinn- und Genusssucht, in Kleinasien die Pest. Carlo Goldoni und Heinrich von Kleist haben mit der Komödie La Guerra und dem Fragment gebliebenen Trauerspiel Robert Guiskart zwei völlig verschiedene Bilder des Krieges gezeichnet.

"Zwar bist du, wie du sagst, noch unberührt; / Jedoch dein Volk ist, deiner Lenden Mark, / Vergiftet, keiner Taten fähig mehr. / O führ uns fort aus diesem Jammertal! / Führ uns zurück, zurück ins Vaterland!" Schreibt Kleist 1808. "Schön ist der Krieg! Ich kann nur Gutes darübersagen. Den möchte ich sehen, der - wenn er in vier oder fünf Kriegsjahren Hunderttausend Scudi machen kann - aus lauter Nächstenliebe den Frieden will." Schreibt Goldoni 1760.

"Wir befinden uns in einem Krieg gegen einen zu allem entschlossenen, fanatischen Gegner. Dieser Hauptfeldwebel ist nicht ums Leben gekommen, wie bei seiner Beisetzung erklärt worden ist, er ist für die Bundesrepublik Deutschland gefallen." Sagt der Bundeswehrverband 2008. Der Umgang mit Krieg als Lebenswirklichkeit steht im Zentrum der aktuellen politischen Debatte und des theatralen Doppelprojekts von Armin Petras.

Der Krieg von Carlo Goldoni/ Heinrich von Kleist
Premiere: Samstag, 13. März 2010

Weitere Vorstellungen:
15.03. 20.00 Uhr
19.03. 20.00 Uhr
31.03. 20.00 Uhr
11.04. 20.00 Uhr
16.04. 20.00 Uhr
18.04. 15.00 Uhr
08.05. 20.00 Uhr
31.05. 20.00 Uhr
12.06. 20.00 Uhr
26.06. 20.00 Uhr
28.06. 20.00 Uhr
13.07. 20.00 Uhr
24.07. 20.00 Uhr

Schauspielhaus München
Maximilianstraße 26-28
D - 80539 München

W: http://www.muenchner-kammerspiele.de

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v.l.n.r. Wiebke Puls, Regine Zimmermann, Peter Jordan, Steven Scharf; © Andreas Pohlmann
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v.l.n.r. Peter Jordan, Regine Zimmermann; © Andreas Pohlmann
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v.l.n.r. Edmund Telgenkämper, Thomas Schmauser; © Andreas Pohlmann