7. Oktober 2012 - 3:03 / Bühne 

Ein sonderbarer sibirischer Zirkus ist in der Stadt angekommen; mit seinen grausamen, schäbigen Clowns, maroden Musikern, morschen Tribünen und einem verfaulten Zelt. Ein uraltes Unternehmen mit einem teuflischen Programm und einer tiefschwarzen, russischen Seele. Im Zentrum dessen stehen Motive aus "Schuld und Sühne" von Fjodor Dostojewski.

Der Roman ist ein Klassiker in Ost und West, eine moralische Parabel über die Kraft des Gewissens, eine Höllenfahrt entlang innerer Dilemmata, nagender Reue, Hochmut und Lebenskummer. Rodion Raskolnikow, Jurastudent und der berümteste Mörder in der Literaturgeschichte, verrichtet Zwangsarbeit in Sibirien und stößt auf Gespenster aus seiner Vergangenheit. Sie werden verkörpert von einer Gruppe von Schauspielerinnen und Schauspielern aus Budapest, München, Tallinn und Helsinki.

"Ein Zirkus ist eine unbekannte Welt, mit eigenen, unzuverlässigen Gesetzen. Ich spreche über die alten, reisenden Zirkusse, mit fliegenden Akrobaten, Handlesern, Illusionisten, Kreaturen zwischen Mann und Frau, siamesischen Zwillingen und Clowns, die lustig aber auch beängstigend traurig sind. Ein Ort, wo die Grenzen aufgelöst oder neu markiert werden." (Kristian Smeds)

Der imaginäre sibirische Zirkus des Rodion Raskolnikow
von Kristian Smeds nach F. M. Dostojewski, Uraufführung
Premiere: Sa, 6. Oktober 2012

Weitere Vorstellungen:
9./ 15./ 18./ 19./ 23./ 27./ 30. Oktober 2012
jeweils 19.30 Uhr

Münchner Kammerspiele, Spielhalle
Falckenbergstraße 1
D - 80539 München

T: 0049 (0)89 233 37100
F: 0049 (0)89 233 96605
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