23. Mai 2007 - 10:16 / Bühne / Schauspiel 

Friedrich Schillers bürgerliches Trauerspiel gehört zu den Klassikern des grossen Theaterrepertoires. Der junge Regisseur David Bösch, der am Schauspielhaus Zürich bereits »Romeo und Julia« sowie »Der Streit« mit Erfolg inszeniert hat, bringt nun das Schiller-Stück »Kabale und Liebe« nach rund neun Jahren wieder auf die Pfauen-Bühne.

An einem deutschen Fürstenhof hat sich Präsident von Walter skrupellos heraufgearbeitet. Durch Verheiratung seines Sohnes Ferdinand mit der fürstlichen Mätresse will er nicht nur seinen Sohn, sondern auch den eigenen Einfluss auf den Fürsten fördern. Umso weniger erfreut ist Walter, als sein Sohn sich heimlich mit der Tochter eines armen Musikers verlobt. Und da Ferdinand sich standhaft weigert, die Verlobung aufzulösen, tritt der Sekretär des Präsidenten auf den Plan: Wurm. Der lässt den Musikanten in den Kerker werfen und erpresst die Tochter, an einen bekannten Höfling einen falschen Liebesbrief zu schreiben – den er wiederum dem heissblütigen Ferdinand zuspielt.

Mit seiner persönlichen Regiehandschrift versucht David Bösch, sich und uns den Klassiker neu zu erschliessen, um herauszufinden, wo das bürgerliche Trauerspiel von Fürstenwillkür und Freiheitsstreben sich mit einem modernen Lebensgefühl trifft. Dabei tritt die Psychologie des Vater- Sohn-Konflikts ebenso in den Vordergrund wie der Kampf der beiden Liebenden, die sich nicht nur in den Kabalen eines neidischen Hofstaates verstricken, sondern auch ihre eigenen dunklen Seiten entdecken.

David Bösch studierte Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Bei den Salzburger Festspielen brachte er 2004 im »Young Directors Special« das Stück »Port« von Simon Stephens zur deutschsprachigen Erstaufführung. David Bösch arbeitet ausser in Zürich noch am Schauspiel Essen und am Thalia Theater in Hamburg.

Schiller hat seinen Klassiker mit vielen prägnanten Rollen versehen, die unter anderem von den Ensemblemitgliedern Fabian Krüger (»Wurm«), Cathérine Seifert (»Luise«) und Jörg Pohl (»Ferdinand«), Nele Rosetz (»Lady Milford«), Marcus Kiepe (»Hofmarschall von Kalb«) und Gottfried Breitfuss (»Miller«) gespielt werden. Ausserdem werden die Gäste Mirjam Zbinden (»Millerin«) und Gilles Tschudi (»Präsident«) zu sehen sein. Für die Ausstattung zeichnen Su Bühler (Kostüme) und Volker Hintermeier (Bühne) verantwortlich.

Kabale und Liebe von Friedrich Schiller
Premiere: Do, 24. Mai 2007, 20 Uhr, Pfauen

Weitere Vorstellungen:
25./26./29./30./31. Mai
3./5./6./7./8./22./30. Juni

Schauspielhaus Pfauen
Rämistrasse 34
CH - 8001 Zürich

T: 0041 (0)44 258 72 39
F: 0041 (0)44 259 72 39
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  •  24. Mai 2007 30. Juni 2007 /
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