15. Juni 2008 - 2:44 / Bühne 

Der pubertäre Alex hat zwei Leidenschaften: Brutalität und Beethoven. Obwohl die Eltern brave Leute sind und er im Leben alle Chancen hätte, zieht es Alex vor, nachts mit seinen "Droogs" (Freunden) auszugehen, "Messermilch" zu "pitschen" und wehrlose Bürger zu "tollschocken" (wie es in Burgess" kultig legendärem Nadsat-Slang heisst).

Wiederholte Aufenthalte in staatlichen Besserungsanstalten machen ihn nicht besser. Doch nachdem Verständnis und Sozialarbeit auf die jugendlichen Marodeure keine Wirkung zeigen, zieht der Staat auf einmal andere Saiten auf: Die sogenannte Ludovico-Methode soll aus Delinquenten Musterknaben machen. Und da möchte man nicht in Alex’ Haut stecken. Erst recht nicht, als er lammfromm wieder in die immer noch nicht so viel bessere Welt hinausgeschickt wird...

Nach "Romeo und Julia", "Der Streit" und "Kabale und Liebe" inszeniert David Bösch (geboren 1978) in Zürich seine Version des berühmten Romans von Anthony Burgess aus dem Jahr 1962. Das heftig diskutierte Thema "Jugendgewalt" erfährt auf der Bühne eine neue Ausdrucksform. Nachwuchsstar Bösch hat sich – in seiner formal frechen Art – immer wieder mit dem Erwachsenwerden und gescheiterten Sozialisationsprozessen befasst. In "A Clockwork Orange" arbeitet er u.a. mit den Schauspielern Jörg Pohl, André Meyer und Dominique Jann als die drei "Droogs". Für die Ausstattung verantwortlich zeichnet Patrick Bannwart, der zum ersten Mal am Schauspielhaus arbeitet. Die Musik schreibt und spielt Karsten Riedel ("1979").


A Clockwork Orange von Anthony Burgess
Premiere: Mi 28. Mai 08, 20 Uhr, Halle 2

Weitere Vorstellungen:
30. Mai 08
2./4./5./8. Juni 08
9./14./17./19. Juni 08

Schauspielhaus Schiffbau
Schiffbaustrasse 4
CH - 8005 Zürich

T: 0041 (0)44 258 72 39
F: 0041 (0)44 259 72 39
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  •  28. Mai 2008 19. Juni 2008 /
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