7. September 2015 - 2:28 / Ausstellung / Malerei 
15. Mai 2015 13. September 2015

Schwerpunkt der Sammlung des 1999 gegründeten MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen ist die deutsche Malerei seit 1945. Präsentiert werden Meisterwerke von Georg Baselitz, Joseph Beuys, K.O. Götz, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz, Gerhard Richter, Bernard Schultze, Fred Thieler und weiteren Künstlern aus der Sammlung Ströher, die die Kunstentwicklung in Deutschland wesentlich geprägt und begleitet haben.

Entsprechend dem Konzept des Hauses zeigt das MKM in der Ausstellung "China 8" Malerei von zehn chinesischen Künstlern, die in der chinesischen Kunstszene und teils auch international fest etabliert sind. Die im MKM Ausgestellten wurden überwiegend Ende der 1950er und 1960er Jahre geboren, haben ihr Studium Anfang der 1980er Jahre absolviert und danach ihre künstlerische Karriere begonnen. Zhang Xiaogang oder Zeng Fanzhi beispielsweise gehören heute zu den international anerkannten Stars der chinesischen Kunstszene und feiern auch in Kunstmetropolen außerhalb Chinas Erfolge. Vor zwanzig Jahren gehörten sie und die meisten anderen Maler der Ausstellung zum sogenannten "Underground". Sie wurden an den Akademien nach den Methoden des sozialistischen Realismus unterrichtet.

Die realitätsgetreue Malweise und ausgeprägte handwerkliche Fähigkeiten sind traditionell in der chinesischen Gesellschaft wichtige Qualitätsmerkmale, doch um heute Kunst zu schaffen, die überdauert, bedarf es mehr: Zhang Xiaogang verleiht seinen Werken ihren spezifischen Charakter, indem er expressionistische und surrealistische Elemente kombiniert und in eine neue Bildsprache überführt. Zeng Fanzhi hat einen Stil entwickelt, den man als symbolischen Expressionismus bezeichnen könnte. In seinen Landschaftsbildern spielt er auf die traditionelle Malerei an, die er gleichermaßen malerisch wie inhaltlich ins Verworren-Mehrdeutige transferiert.

Der Künstler Ding Yi vermittelt mit seinen Bildern eine mystische Atmosphäre. Der Vorgang des Malens ist für ihn, ähnlich der Zen-buddhistischen Meditation, eine Übung zur Erlangung innerer Ruhe. Diese und weitere im Museum Küppersmühle ausgestellte Arbeiten zeigen die stilistische und thematische Vielfalt der chinesischen Malerei heute, die sich als "ästhetisches Vokabular der sichtbaren Welt" präsentiert.


Das Vokabular der sichtbaren Welt – Malerei
15. Mai bis 13. September 2015

Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Philosophenweg 55
D - 47051 Duisburg

T: 0049 (0)203 301948-12
F: 0049 (0)203 301948-21
E: office@museum-kueppersmuehle.de
W: http://www.museum-kueppersmuehle.de/

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