30. April 2020 - 9:58 / Ausstellung / Online 

Der Schweizer Bundesrat lockert weitere Massnahmen per 11. Mai 2020: Der Präsenzunterricht in der obligatorischen Schule kann stattfinden. Einkaufsläden, Märkte, Museen, Bibliotheken und Restaurants dürfen unter strikter Einhaltung von Schutzkonzepten wieder öffnen.

Schneller als erwartet öffnet daher auch wieder das Kunstmuseum Luzern. Bis dahin kann die Ausstellungen von Marion Baruch auf einem virtuellen Rundgang besucht werden. Zusätzlich bringt das Schweizer Fernsehen (SRF1) am Sonntag, 10.5., 14.55 Uhr eine Sendung über einen Rundgang mit der Direktorin Fanni Fetzer und Kurt Aeschbacher durch die Ausstellung.

Marion Baruch "Retrospektive – innenausseninnen"

Entlang Marion Baruchs (geb. 1929) langem Leben lassen sich die Konflikte des 20. Jahrhunderts schildern: Faschismus, Kapitalismus, Kommunismus, Feminismus, Pazifismus, Migration, Klassen, Nationen, Religionen, Sprachgemeinschaften, politische Ideologien. Marion Baruch beschäftigt sich mit Innenwelten und Aussenräumen.

Die Künstlerin kreist dabei um die Leere und arbeitet mit Lücken, Durchsichten, Transparenz. Sie spricht von "void", aber meint damit nicht das spirituelle Nichts, sondern eher einen Freiraum im wörtlichen Sinn, der als Einladung ans Publikum zu verstehen ist. Für ihr Projekt "une chambre vide" (2009) räumte die Künstlerin ein Zimmer ihrer kleinen Wohnung leer, um während eines Monats jeden Nachmittag, wenn die Sonne ein warmes Rechteck auf den Holzboden zeichnet, zum Gespräch einzuladen. Das Zimmer ist zwar leer, aber alles andere ist da: Offenheit, Neugier, das Glück des Austauschs, das warme Sonnenlicht... Marion Baruchs Wortschöpfung "innenausseninnen" schafft eine einladende Offenheit und fragt danach, wer dazugehört und wer fremd bleibt.

Kunstmuseum Luzern
Europaplatz 1
CH - 6002 Luzern

T: 0041 (0)41 22678-00
F: 0041 (0)41 22678-01
E: kml@kunstmuseumluzern.ch
W: http://www.kunstmuseumluzern.ch/

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Marion Baruch und A.G. Fronzoni, Abito – Contenitore, ca. 1969, Foto: Gianni Berengo Gardin, Courtesy of the artist
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Marion Baruch in ihrem Haus in Gallarate, Italien, Foto: Noah Stolz
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arion Baruch, Viaggio organizzato, 2019, Stoff, Foto: Noah Stolz, Courtesy of the artist and Galerie Laurence Bernard, Genève
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Ausstellungsansicht Marion Baruch. Retrospektive – innenausseninnen, Kunstmuseum Luzern, Foto: Marc Latzel
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