„Das kann ich auch.“ Eine Phrase, die in der Rezeption zeitgenössischer Kunst immer wieder fällt. Sie suggeriert, dass künstlerische Arbeiten leicht reproduzierbar sind. Doch wie der ironische Kommentar „I could do that. Yeah, but you didn’t.“ pointiert herausstellt, ist Kunst mehr als Technik oder Motivwahl. Kunst ist mehr als Technik oder Motivwahl. Sie entsteht im aktuellen Tun, in Entscheidungen, in Risiken, in der Verantwortung, ein Werk wirklich zu realisieren, sowie in der Fähigkeit, sich auf den Prozess einzulassen. Nicht das Können, sondern das Tun macht Kunst.
Die Ausstellung „Das kann ich auch.“ widmet sich genau diesem Spannungsfeld. Sie zeigt Arbeiten aus verschiedenen Medien – Malerei, Zeichnung, Installation und Objekt – sowohl in abgeschlossenen Formen als auch in unfertigen Zuständen. Alle beteiligten Künstler:innen präsentieren mehrere aktuelle Arbeiten, wodurch ein lebendiger Überblick über ihr Schaffen entsteht. Zugleich eröffnen sie Räume für den provisorischen, experimentellen Prozess.
Das Künstler:innenkollektiv, bestehend aus Nándor Angstenberger, Katja Berger, Chris Kroiss, Ina Loitzl, Nicole Malbec, Rhea Standke und Christian Strasser, öffnet Werke, die an einem Punkt temporären Scheiterns stehen oder deren Weiterführung bislang ausblieb.
Die Ausstellung macht erfahrbar, dass Kunst nicht allein im Resultat liegt, sondern in Prozessen des Tuns, des Infragestellens und des Offenlassens.
„… im Erdgeschoss“
„Das kann ich auch“
Bis zum 5. April 2026
Mit Nándor Angstenberger, Katja Berger, Chris Kroiss, Ina Loitzl, Nicole Malbec, Rhea Standke und Christian Strasser