Das Foto als allgegenwärtiges Medium und seine Rolle im Wandel der Zeit

Mit der Ausstellung „Bilder ohne Eigenschaften“ präsentiert das Flatz Museum – Zentrum für Photographie erstmals Werke aus dem bedeutenden Bestand der Sammlung Press Art.

Zu sehen sind rund 130 Werke aus allen Epochen der Fotogeschichte – von historischen Aufnahmen bis zu zeitgenössischen Arbeiten. Im Fokus stehen das Bild als allgegenwärtiges Medium und seine Rolle im Wandel der Zeit.

Mit der Erfindung der Fotografie vor rund 200 Jahren erlebte die Kunstwelt einen tiefgreifenden Umbruch: Das Monopol der Malerei und Zeichnung zur Abbildung von Wirklichkeit wurde durch eine neue Technologie aufgelöst. Diese Zäsur leitete nicht nur das Ende traditioneller Bildpraktiken ein, sondern schuf auch den Raum für neue künstlerische Strömungen – vom Impressionismus und Expressionismus bis hin zur abstrakten und konzeptuellen Kunst.

Im Zentrum der aktuellen Ausstellung in Dornbirn steht erstmals der Fotografie-Bestand von Press Art mit rund 130 Werken aus allen Epochen. Historische Aufnahmen von Pionierinnen und Pionieren wie Berenice Abbott, Margarete Bourke-White oder Lisl Steiner treten in einen Dialog mit Arbeiten von Man Ray, Alexander Rodtschenko, Wolfgang Tillmans, Andreas Gursky, Barbara Kruger, Thomas Ruff, Candida Höfer und vielen weiteren. Die Ausstellung zeigt eindrücklich, wie das Medium Fotografie über die Jahrzehnte hinweg künstlerisch reflektiert und neu erschlossen wurde.

Die Sammlung Press Art, die das Schweizer Sammlerpaar Peter und Annette Nobel über vier Jahrzehnte aufgebaut hat und die mehr als 2.000 Werke umfasst, widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit massenmedialen Bildern. Werke von Andy Warhol, Pablo Picasso, Rosemarie Trockel oder Joseph Beuys verdeutlichen, wie stark Zeitungen, Magazine, Fernsehen und digitale Medien die Kunst beeinflusst haben.

Bilder ohne Eigenschaften
Ausstellungseröffnung: 4. September 2025, 19:00 Uhr

Erweiterte Sommeröffnungszeiten bis zum 13. September 2025.
Montag bis Mittwoch und Freitag: 10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 20:00 Uhr
Samstag: 11:00 bis 17:00 Uhr

Zur Ausstellung spricht Kurator Christoph Doswald.