2. Februar 2011 - 2:38 / Bühne / Musiktheater 

Der 1828 in Paris uraufgeführte "Comte Ory" ist eine der faszinierendsten Schöpfungen Gioachino Rossinis und sicher eine der erotischsten Opern der musikalischen Weltliteratur. Der liebestolle Graf Ory will von der kriegsbedingten Abwesenheit vieler Ehemänner im Land profitieren. Er verkleidet sich als Eremit und als Nonne, um sich so an die Frauen, welche ein Keuschheitsgelübde abgelegt haben, heranzumachen. Doch immer wieder wird er enttarnt und muss schliesslich von dannen ziehen, ohne zum Ziel gelangt zu sein.

Auch musikalisch ist das Werk eine Parodie und Maskerade, zur Hälfte "recycelt" aus Rossinis Krönungsoper "Il viaggio a Reims". Das Ergebnis verbindet Verve der italienischen Buffa, Instrumentationskunst der Opéra Comique und den Reichtum einer Grand Opéra. Das belgisch-französische Regieduo Moshe Leiser und Patrice Caurier, das mit "Mosè in Egitto" in der vorigen Saison sein sicheres Gespür für Rossini unter Beweis stellte, wird den erotischen Spass inszenieren – in bewährter Zusammenarbeit mit Bühnenbildner Christian Fenouillat und Kostümbildner Agostino Cavalca. Unter der musikalischen Leitung von Muhai Tang ist eine Reihe handverlesener Rossini-Interpreten zu erleben, angeführt von Javier Camarena als Graf Ory und Cecilia Bartoli als Comtesse Adèle.

Le Comte Ory
von Gioachino Rossini
mit deutscher und englischer Übertitelung
Premiere: 23. Januar 11, 19 Uhr

Mit: Cecilia Bartoli (La comtesse Adèle), Rebeca Olvera (Isolier), Liliana Nikiteanu (Ragonde), Teresa Sedlmair (Alice, une paysanne); Javier Camarena (Le Comte Ory), Oliver Widmer (Raimbaud), Carlos Chausson (Le Gouverneur); Ivana Krejcirikova (coryphée S1), Bettina Schneebeli (coryphée S2); Aaron Agulay (coryphée B1), Armando Pina (coryphée B2), Ilker Arcayürek (coryphée T), Shinya Kitajima (Gérard), Patrick Vogel (Mainfroy)

Weitere Spieldaten:
27./ 29. Januar 2011
1./ 3./ 5. Februar 2011

Opernhaus Zürich
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