Claus Prokop – Wiederholung als Differenz

Das Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels zeigt die erste museale Einzelausstellung des österreichischen Künstlers Claus Prokop. Im Zentrum stehen seine neuesten Werke auf Aluminium, in denen er ein komplexes Spiel aus Wiederholung und Variation entfaltet, geometrische Formen vervielfältigt und durch Überlagerungen sowie bewusste rhythmische Störungen zu visuell vielschichtigen Bildkompositionen verdichtet.

Prokops Arbeiten sind jedoch keine bloße Aneinanderreihung von Formen, sondern präzise durchdachte Bildsysteme. Gerade die Methode der Wiederholung wird in diesen nicht als statisches Prinzip gesehen, sondern als Strategie der Differenz – ein Prozess, bei dem jede Form ein neues Verhältnis zum Ganzen eröffnet.

Die Ausstellung gibt einen einmaligen Einblick in die künstlerische Praxis von Claus Prokop. Durch das Prinzip der Serialität werden dabei nicht nur Strukturen im Bild, sondern auch Räume der Erfahrung im Außen entfaltet. In diesem erweiterten Verständnis wird Malerei zur räumlichen Konfiguration, Struktur zur offenen Ordnung und Wiederholung zum Medium der Differenz.

Prokop wurde 1966 in Klagenfurt geboren. Er studierte zuerst Architektur an der TU Wien und danach Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ein längerer Auslandsaufenthalt führte ihn an die Cooper Union in New York. Prokops Werk verfolgt einen multimedialen Ansatz zwischen Malerei, Skulptur, Video und Objekt. Ein weiterer Schwerpunkt seines Schaffens ist die Integration von Kunst in Architektur. Er ist Gründungsmitglied von „Orthochrome – Archiv für analoge Alltagsfotografie” und seit 2005 Mitglied der Künstler- und Künstlerinnenvereinigung „Maerz”.

Claus Prokop lebt und arbeitet in Wien.

Claus Prokop
Wiederholung als Differenz
Bis 18. Jänner 2026