Christiane Meyer-Stoll designierte neue Direktorin des Kunstmuseums Liechtenstein

Die bisherige Chefkuratorin Christiane Meyer-Stoll übernimmt ab 1. Januar 2026 die Leitung des Kunstmuseums Liechtenstein. Dies gibt das Haus via Aussendung bekannt. Meyer-Stoll folgt auf Letizia Ragaglia, die das Kunstmuseum seit 2021 als Direktorin als offenen Ort der Begegnung positioniert hat und Anfang kommenden Jahres die Führung des MASI Lugano antritt. 

Meyer-Stoll ist dem Museum seit dessen Gründung verbunden: Bereits im Jahr 2000 begann sie ihre kuratorische Tätigkeit im Kunstmuseum Liechtenstein und habe massgeblich zur inhaltlichen und organisatorischen Positionierung des Museums und seiner Sammlung beigetragen. Seit 2006 ist sie laut den Infos Mitglied der Direktion. Für ihre herausragende kuratorische Arbeit wurde sie 2010 mit dem erstmals vergebenen Justus Bier Preis für Kurator:innen ausgezeichnet.

Marion Matt, Präsidentin des Stiftungsrats, zur Ernennung von Meyer-Stoll: "Das Kunstmuseum Liechtenstein befindet sich auf einem überaus erfolgreichen Weg – es ist international etabliert,
programmatisch profiliert und anerkannt. Christiane Meyer-Stoll bringt für diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht nur langjährige Erfahrung und inhaltliche Expertise mit, sondern auch eine ausgezeichnete Kenntnis der regionalen und internationalen Kunstlandschaft."

In ihrer neuen Funktion wolle die designierte neue Direktorin das Kunstmuseum als offenen, lebendigen
Ort weiterentwickeln – in engem Dialog mit Künstler:innen, Partnerinstitutionen und einem breit
gefächerten Publikum, heisst es in der Aussendung. Ihr besonderes Anliegen gelte dabei besonders interdisziplinären Ansätzen und kollaborativen Formaten, die gesellschaftliche Fragestellungen aufgreifen und das Museum als Raum der gemeinsamen Erfahrung und Reflexion stärken. Dabei sei es ihr wichtig, dass Kunst mit allen Sinnen erfahrbar werde. Solche unmittelbaren Begegnungen ermöglichten ein vielschichtiges tiefgehendes Verstehen. Die Weiterentwicklung des
Hauses begreife sie als gemeinschaftliche Aufgabe – im vertrauensvollen Austausch mit dem Team, dem Stiftungsrat, dem Freundeskreis, der Hilti Art Foundation sowie allen Beteiligten innerhalb und ausserhalb des Museums.  

"Museen sind für mich Orte der Reflexion, die Räume für Erfahrungen schaffen, die in einer zunehmend digital geprägten Welt umso bedeutsamer sind", erläutert Christiane Meyer-Stoll. Und weiter: "Künstler:innen vermögen oftmals mittels stiller, poetischer Gesten das Menschliche in uns zu berühren und Perspektiven zu verändern, sodass neue Sichtweisen und Empathie wachsen können."

Christiane Meyer-Stoll, geboren 1963 in Essen, ist Kunsthistorikerin und seit vielen Jahren als Kuratorin tätig. Bevor sie 2000 an das Kunstmuseum Liechtenstein kam, verantwortete sie u. a. von 1993 bis 1999 als leitende Kuratorin den Aufbau des Privatmuseums der Sammlung Goetz mit. Von 1998 bis 2000 war sie Co-Leiterin der Städtischen Kunsthalle Lothringerstraße, wo sie zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und Vermittlungsformate realisierte.