17. Februar 2020 - 7:32 / Ausstellung / Gegenwartskunst 
20. Februar 2020 30. August 2020

Das Belvedere präsentiert 2020 in der Reihe "Carlone Contemporary" die Arbeit der Multimediakünstlerin Renate BertImann für den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig 2019: ein Feld roter Messer-Rosen. Sie zeigt sinnliche Blumen aus Muranoglas mit messerscharfen Klingen im Blütenkelch.

Der Gegensatz zwischen Fragilität und Aggression weist Parallelen zur Dualität der Fresken im Carlone-Saal des Belvedere auf. Yon Mai bis November 2019 ist Renate BertImann auf der 58. Biennale von Venedig vertreten und hat für den österreichischen Pavillon mit Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein eine mehrteilige Installation unter dem Motto Discordo ergo sum realisiert.

Für die Ausstellung ab Februar 2020 im Oberen Belvedere konzipiert die österreichische Künstlerin eine Variante ihres Biennale-Beitrags, der auf das barocke Ambiente Bezug nimmt. Die streng rasterförmig angeordneten roten Glasrosen zieren den üppig freskierten Saal des Schlosses. Klingen ragen aus jedem einzelnen Blütenkopf - die scheinbar zerbrechlichen Blumen sind nicht scnutzlos ausgeliefert, sie selbst stehen für Gefahr. Der bereits im Titel proklamierte Widerspruch materlalisiert sich physisch im Raum.

Renate BertImann, 1943 in Wien geboren, studierte 1962/63 an der Academy of Arts in Oxford und anschließend an der Akademie der bildenden Künste Wien, an der sie nach ihrer Ausbildung als Lehrbeauftragte für künstlerische Techniken tätig blieb. Von der feministischen Bewegung der 1970er-Jahre geprägt, war sie unter anderem aktives Mitglied der Künstlerinnengruppe "IntAkt". Renate Bertlmann setzt sich in ihrer Kunst stets mit virulenten gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. Ihr Schaffen umfasst Film, Fotografie, Collage, Zeichnung, Performance, Objektkunst und Installation. Als Schlüsselfigur innerhalb der feministischen Avantgarde und Pionierin der Performancekunst hat sie in fünfzig Jahren ein stringentes und unverwechselbares CEuvre entwickelt. 2007 erhielt sie den Preis der Stadt Wien für bildende Kunst, 2017 den Großen Österreichischen Staatspreis. Werke von Renate BertImann befinden sich unter anderem im Centre Pompidou, Paris, in der Tate Modern, London, im mumok, Wien, oder im Lentos Kunstmuseum Linz. Renate BertImann lebt und arbeitet in Wien.

Carlone Contemporary: Renate Bertlmann
Kuratorin: Felicitas Thun-Hohenstein

Oberes Belvedere
Prinz Eugen Straße 27
A - 1030 Wien

W: http://www.belvedere.at/

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 Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte2019  © Bildrecht, Wien, 2019, Fotos: Sophie Thun
Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte2019 © Bildrecht, Wien, 2019, Fotos: Sophie Thun
 Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte 2019  © Bildrecht, Wien, 2019, Fotos: Sophie Thun
Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte 2019 © Bildrecht, Wien, 2019, Fotos: Sophie Thun
 Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte 2019  © Bildrecht, Wien, 2019, Fotos: Sophie Thun
Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte 2019 © Bildrecht, Wien, 2019, Fotos: Sophie Thun