25. November 2021 - 6:10 / Aktuell / Köpfe 

Der schweizerische Bundesrat hat Carine Bachmann zur neuen Direktorin des Bundesamtes für Kultur (BAK) ernannt. Sie übernimmt die Nachfolge von Isabelle Chassot, die in den Ständerat gewählt wurde. Bachmann soll ihr neues Amt am 1. Februar 2022 antreten, heisst es in einer Aussendung des Bundesrates. Der stellvertretende Direktor, Yves Fischer, soll das BAK interimistisch leiten.

Bachmann steht seit 2011 an der Spitze der Abteilung für Kultur und Digitalisierung der Stadt Genf. In dieser Funktion beaufsichtigt sie die Museen, Bibliotheken und die Kulturförderung der Stadt sowie 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie verfüge über grosse Erfahrung in Kultur und Politik, in Verbänden und in der Verwaltung sowie im Management im nationalen und internationalen Umfeld, heisst es in der Mitteilung. Bachmann begann ihre berufliche Laufbahn als Programmleiterin des internationalen Film- und Videofestivals Viper in Luzern sowie als Kommunikationsverantwortliche und Projektleiterin in verschiedenen Nichtregierungsorganisationen. Sie war Mitbegründerin und Leiterin von Cimera, einer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und Konfliktprävention im Kaukasus und in Zentralasien.

Die designierte neue BAK-Chefin ist zweisprachig französisch-deutsch. Sie ist 54-jährig, verheiratet und hat drei Kinder. Bachmann besitzt einen Masterabschluss in Sozialpsychologie, Filmwissenschaft und Völkerrecht der Universität Zürich sowie ein Certificate of Advanced Studies (CAS) in Ökonomie und Regulierungsrecht des Hochschulinstituts für Öffentliche Verwaltung (IDHEAP) der Universität Lausanne.