15. August 2020 - 15:54 / Aktuell / Tanz 

Der Park Thurn und Taxis verwandelt sich am Sonntag, 16. August, in eine Bühne für zeitgenössischen Tanz. Im Rahmen der Sommerausstellung "Die Kunst des Sammelns" tanzen ab 18 Uhr Carmen Pratzner ein Solo und Brigitte Walk mit ihren Partnern. Pratzner stellt sich in ihrer Performance zudem die Frage, ob Tanz gesammelt werden kann.

Tanz ist eine flüchtige Kunstform. Sie geschieht im Moment und lässt sich nicht festhalten. Sie steht damit einer physischen Sammlung von Objekten entgegen. Tanz wird in der Erinnerung der Zuschauenden oder der Erfahrung der Tänzer gesammelt. Alle gelernten Bewegungen gestalten und verändern den Körper im Laufe seines Lebens selbst.

Brigitte Walk und ihre Tanzkollegin Sophia Jenny korrespondieren mit dem Kunstwerk "One Point" von Ilse Aberer. In ihrer Auseinandersetzung mit der Skulptur entwickeln Tanz und Musik eine Struktur von Neubeginn und unerwartetem Verlauf. Im Kreis zeigen sich Elemente von Routine und Struktur. Diese variieren aber an Wendepunkten. Das tänzerisch-musikalische Material beginnt immer wieder von vorn. Es zieht Kreise, endet in Momenten von Verletzlichkeit oder großer Kraft, beginnt neu oder wird abrupt unterbrochen. Den musikalischen Part dazu übernimmt Hakan Akdag auf der türkischen Flöte.