5. Mai 2010 - 2:35 / Bühne / Schauspiel 

Wir blicken in eine geschäftige Stadt. Die Bürger arbeiten viel, um reich zu werden und gut zu leben. Bis eines Tages wie aus dem Nichts seltsame Ereignisse die Stadt heimsuchen. Alarmsirenen ertönen, ein Komet taucht am Horizont auf, die Stadt bekommt Unannehmlichkeiten. Was ist da los? Schmelzen die Polkappen? Zerbricht ein Eisberg? Ist ein Seebeben zu erwarten? Die Bürger sind verunsichert.

Eine Epidemie breitet sich aus, alle Hilfsmaßnahmen sind zum Scheitern verurteilt. Die Stadt ist verseucht. Die Pest in Gestalt eines autoritären Bürokraten übernimmt das Kommando. Die Rechtsordnung wird aufgehoben. Der Beamtenapparat paktiert mit dem neuen Herrscher. Kollaborateure bekommen Verantwortung. Widerstand leistet nur der junge Arzt Diego, der sogar bereit ist, für die Freiheit und im Kampf gegen die Pest auf sein Liebesglück mit Victoria, der Tochter des Stadtrichters, zu verzichten. Albert Camus zeigt eine zutiefst verunsicherte Gesellschaft in der Krise. Die Katastrophe der Pest verändert die Stadt, die nun ein totalitäres Muster ausbildet, in dem der Ausnahmezustand zur Regel wird.

Albert Camus, * 7. November 1913 in Mondovi, Algerien; † 4. Januar 1960 nahe Villeblevin, Yonne, Frankreich) war ein französischer Philosoph und Schriftsteller. 1957 erhielt er für sein erzählerisches, dramaturgisches, philosophisches und publizistisches Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur. Die zwei philosophischen Hauptwerke Camus’ sind die Essays "Der Mythos des Sisyphos" (Le Mythe de Sisyphe, 1944) und "Der Mensch in der Revolte" (L"Homme révolté, 1951). Daneben kommt seine Philosophie jedoch auch in seinen Romanen und Bühnenstücken zum Tragen.

Belagerungszustand von Albert Camus
Premiere: Fr 4. Dezember 2009, 20 Uhr

Weitere Vorstellungen:
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07.01.10, 20.00 Uhr
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