15. Februar 2021 - 14:55 / Aktuell / Literatur / Köpfe 

Der aus der Schweiz stammende Schriftsteller, Künstler und Soziologe Urs Jaeggi ist am vergangenen Samstag im Alter von 89 Jahren in Berlin gestorben. Jaeggi lebte abwechselnd in Berlin und Mexiko-Stadt. Mit seinem Buch "Macht und Herrschaft in der BRD" war er einer der zentralen Ideengeber der Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Jaeggi kam 1931 in Solothurn zur Welt und studierte Kunstgeschichte, Ökonomie und Soziologie in Genf, Berlin und Bern. Nach seiner Habilitation in Bern ging er an die Ruhr-Universität Bochum und später zur New School for Social Research nach New York. Von 1972 bis 1993 war er Professor am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin.

Jaegg verfasste neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten auch Romane, Erzählungen und Essays. 1981 wurde er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt ausgezeichnet. Als Maler und Bildhauer partizipierte er seit 1985 nimmer wieder an Einzel- und Gruppenausstellungen.