„European Digital Deal“, ermöglicht durch Creative Europe, untersucht die Auswirkungen der raschen und teilweise unbedachten Einführung neuer Technologien auf die Demokratie. Seit Januar 2023 koordiniert die Ars Electronica erfolgreich das European-Digital-Deal-Konsortium, das 13 führende Kulturorganisationen aus ganz Europa vereint. Nun, nach drei Jahren, nähert sich das Projekt seinem Abschluss – und kann bedeutende Erfolge vorweisen.
Es wurden zwölf Künstler:innen-Residenzen sowie mehr als 90 Ausstellungen, Konferenzen, Workshops und Veranstaltungen in zwölf Ländern realisiert. Anlässlich dieser erfreulichen Entwicklungen haben die Konsortiumspartner:innen zwei zentrale Ergebnisse veröffentlicht, die die Aktivitäten des Projekts dokumentieren: das Buch „Culture Codes Democracy” sowie den interaktiven „Digital Futures Action Plan”.
Die vielfältigen Projektformate – darunter Beiträge von Künstler:innen und Sprecher:innen wie Kate Crawford, Trevor Paglen, Marco Barotti, Anil Seth, Tamiko Thiel, Hito Steyerl und Paul Trillo – bildeten die Grundlage für die konzeptionelle Ausrichtung.
Buchveröffentlichung: „Culture Codes Democracy”
Herausgegeben von Hatje Cantz, baut „Culture Codes Democracy” auf den Erfahrungen und Erkenntnissen von „European Digital Deal” auf. Die Publikation betont die zentrale Rolle von Kunst und Kultur, wenn es darum geht, neu zu denken, welche Technologien wir als Gesellschaft entwickeln und wie wir von ihnen beeinflusst werden.
Indem die Publikation aufzeigt, welchen Beitrag der Kulturbereich bereits zu einem bewussteren Umgang mit technologischer Innovation geleistet hat, skizziert „Culture Codes Democracy” eine Vision davon, wie dieser Sektor Europas Weg zur digitalen Souveränität begleiten und unterstützen kann.
„Culture Codes Democracy” ist ab sofort online abrufbar. Die Printausgabe ist ab Januar 2026 auf der Website von Hatje Cantz verfügbar.
🡥 ars.electronica.art/eudigitaldeal/en/podcasts-publications/
Interaktiver Leitfaden: Digital Futures Action Plan
Der „Digital Futures Action Plan“ ist ein interaktiver Leitfaden und Archiv, der darauf ausgerichtet ist, die Erkenntnisse des Projekts in Politikfelder zu übersetzen, die Europas digitale Zukunft mitgestalten können.
Über eine interaktive Benutzeroberfläche können politische Entscheidungsträger:innen und andere interessierte Nutzer:innen sieben Themenfelder bzw. aktuelle Herausforderungen erkunden: Bildung und Bewusstseinsbildung, Regulierung und Gesetzgebung, Partizipation und Demokratie, digitale Souveränität, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Anfechtbarkeit, Inklusivität und Pluralismus sowie digitale Grundrechte. Diese Bereiche können anhand hunderter Projektergebnisse von „European Digital Deal” erarbeitet werden. Dazu gehören Kunstwerke, Ausstellungen, Konferenzen, Workshops und Podcasts in Audio-, Video- und Textformaten.
🡥 eudigitaldeal.ars.electronica.art/
Mehr Einblicke bietet der Digital Deal Podcast. In zwölf Episoden sprachen Künstler:innen mit Kulturkritiker:innen, Theoretiker:innen sowie KI-Expert:innen darüber, wie neue Technologien unsere Demokratien verändern. Produziert von Ars Electronica, wurde der „Digital Deal Podcast” im Juni 2025 unter dem Titel „Art Is Not a Thing” neu aufgelegt. Seitdem läuft er als Podcast von Ars Electronica das ganze Jahr über.
🡥 artisnotathing.buzzsprout.com
European Digital Deal ist eine von Januar 2023 bis Dezember 2025 laufende Untersuchung darüber, wie die rapide und teils unbedachte Einführung neuer Technologien demokratische Prozesse beeinflusst. Das Projekt wird von einem Konsortium getragen, das von Ars Electronica (AT) koordiniert wird. Folgende Partner:innen sind im Konsortium vertreten: Center for the Promotion of Science (RS), Culture Yard (DK), Gluon (BE), Teatro Circo de Braga (PT), iMAL (BE), Kersnikova (SI), LABoral (ES), Onassis Stegi (GR), Pro Progressione (HU), Sineglossa (IT), Waag Futurelab (NL) und Zaragoza City of Knowledge Foundation (ES).
🡥 ars.electronica.art/eudigitaldeal/en