Anlässlich des 200. Geburtstags von Arnold Böcklin widmet das Kunstmuseum Basel dem in Basel geborenen Maler eine große Ausstellung. Rund 150 Werke geben Einblick in das Schaffen einer der bedeutendsten Schweizer Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist die Zusammenführung aller vier noch erhaltenen Versionen der „Toteninsel”, die sich heute in Basel, Berlin, Leipzig und New York befinden.
Leuchtende Farben, Fabelwesen, unheimliche und fantastische Landschaften sowie eindringliche Bildnisse: Arnold Böcklin, geboren am 19. Oktober 1827 in Basel und 1901 in Fiesole, Italien, verstorben, war Maler, Bildhauer und Erfinder. Das Kunstmuseum Basel beherbergt heute die wichtigste Sammlung seiner Werke. Sein bekanntestes Motiv, eines der berühmtesten Landschaftsbilder der Geschichte und eine Ikone des Symbolismus, ist die „Toteninsel”. Fünf Versionen dieses mystischen Motivs malte der Künstler zwischen 1880 und 1886; bis heute gehören diese Werke zu den wichtigsten des 19. Jahrhunderts. Die erste Fassung befindet sich in der Sammlung des Kunstmuseums. Vier Versionen existieren noch heute, die fünfte wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört.
Die vom Kunstmuseum Basel initiierte und in Kooperation mit der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin realisierte Ausstellung führt die vier erhaltenen Versionen des Motivs erstmals zusammen. Diese Zusammenführung wird es wohl nur einmal geben, denn drei dieser bedeutenden Gemälde verlassen ihre Sammlungen nur ausnahmsweise – und nur für diesen Anlass. Selbst Böcklin sah die Werke nie versammelt.
Die Zusammenführung der vier Gemälde erlaubt es, ihre Gemeinsamkeiten, ihre Besonderheiten und ihren Kontext zu untersuchen. So wird sichtbar, wie eines der berühmtesten Motive der Kunstgeschichte entstand und warum es heute noch einen so hohen Stellenwert hat und eine derart komplexe Rezeptionsgeschichte aufweist.
Arnold Böcklin – Toteninsel
4.9.2027 – 23.1.2028, Kunstmuseum Basel | Neubau
Kuratorin: Eva Reifert