9. Mai 2011 - 2:18 / Ausstellung / Archiv 
16. Februar 2011 15. Mai 2011

Die Retrospektive zu Arman (1928–2006), einem der wichtigsten Vertreter der europäischen Nachkriegskunst, die vom 16. Februar bis 15. Mai 2011 im Museum Tinquely zu sehen ist, bietet mit rund 80 Arbeiten aus internationalen Museen und Privatsammlungen einen einzigartigen Überblick seines gesamten Œuvres.

Als Gründungsmitglied der Nouveaux Réalistes, einer Künstlergruppe, die "neue perzeptorische Herangehensweisen an das Reale" befürwortete, entwickelte Arman ein Werk, das unmittelbar mit seiner Zeit verbunden war und verwendete dabei industriell gefertigte Produkte der Konsumgesellschaft als künstlerisches Medium.

In sieben Kapitel gegliedert, präsentiert die Ausstellung die zentralen künstlerischen Verfahrensweisen Armans: die Allures d’objets, Poubelles, Accumulations, Coupes, Colères, Combustions. Der Künstler unterzog diese immer neuen Revisionen und schuf so eine lebendige Sprache, die sich weiterentwickelte und gleichzeitig seine Originalität und offenkundige Relevanz für die Gegenwart belegte.

Anhand einer aussergewöhnlichen Auswahl von Filmen legt die Retrospektive einen besonderen Fokus auf zwei grundlegende Eigenschaften von Armans Werk: den performativ gestischen Schaffensakt, der auf die Praxis der Kampfkunst zurückgeht, sowie auf das Objekt als zentrale Antriebskraft und Vektor neuer künstlerischer Formen.

Eine Ausstellung des Centre Pompidou, Paris in Zusammenarbeit mit dem Museum Tinguely (Präsident des Centre Pompidou: Alain Seban/ Direktor des MNAM/CCI: Alfred Pacquement/ Ausstellungskurator: Jean-Michel Bouhours)

Arman
16. Februar bis 15. Mai 2011

Museum Tinguely
Paul Sacher-Anlage 1
CH - 4002 Basel

W: http://www.tinguely.ch/

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La colère monte, 1961. Sammlung Sylvio Perstein; (c) 2011 Pro Litteris, Zürich. Foto: alle Rechte vorbehalten
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Colère de Mandoline, 1961. Sammlung Rira, Köln; (c) 2011 Pro Litteris Zürich. Foto: alle Rechte vorbehalten
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Poubelle de Jim Dine, 1961. Sonnabend Collection, Leihgabe im Museo di Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Roverato (MART); (c) 2011 Pro Litteris, Zürich. Foto: Courtesy Sonnabend Collection