Annette Amberg designierte neue Direktorin des Kunsthauses Glarus

Annette Amberg wird neue Direktorin des Kunsthauses Glarus.  Laut Mitteilung des Kunstvereins Glarus wird sie dieses Amt im August dieses Jahres antreten und dann ab 2026 für das Programm des Hauses verantwortlich zeichnen. 

Die kuratorische Praxis von Amberg sei geprägt von einer fundierten Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Kontext, in dem ihre Ausstellungen entstehen. Dies zeige sich in ihren bisherigen Arbeiten ebenso wie in ihrer Vision für das Kunsthaus Glarus, wird in der Mitteilung betont. 

Annette Amberg war von 2020 bis Frühjahr 2025 Kuratorin des Ausstellungsraums Coalmine in Winterthur, wo sie Einzelausstellungen und Begleitveranstaltungen u.a. von Belinda Kazeem-Kamiński, Aykan Safoğlu, Stefanie Knobel, James Bantone, Cansu Yıldıran, Luna Mahoux, Anouk Tschanz, Thy My Lien Nguyen, Lena Maria Thüring und Jiajia Zhang verantwortete und 2022 gemeinsam mit Olexii Kuchanskyi und Oleksiy Radynski eine grosse Gruppenausstellung über das experimentelle ukrainische Filmschaffen im Krieg realisierte. Zuvor hatte sie kuratorische Positionen an der Kunsthalle Basel und der Shedhalle Zürich inne und arbeitete als unabhängige Kuratorin sowie als Künstlerin. Amberg hielt zudem diverse Lehraufträge und ist seit 2020 Mitglied der Fachjury für die Förderbeiträge Bildende Kunst des Kantons Thurgau. Sie studierte Fotografie und Bildende Kunst in Lausanne, Hamburg und Zürich und hat einen Masterabschluss in Curatorial Studies von der Zürcher Hochschule der Künste. 2025 war sie ausserdem Stipendiatin der Landis & Gyr Stiftung in Bukarest.

Die designierte neue Direktorin werde die Ausrichtung des Kunsthauses Glarus im Bereich der zeitgenössischen Kunst weiterführen und mit neuen Formaten ergänzen, heisst es weiters. Durch ihr Interesse an den Sammlungen und den regionalen Formaten träfen sich ihr Profil und die Anforderungen des Glarner Kunstvereins.

Annette Amberg: "Das Kunsthaus Glarus nimmt mit seinem Programm, seiner Architektur und seiner geographischen Lage eine einzigartige Rolle in der Schweizer Kunstlandschaft ein. Deshalb freue ich mich sehr darauf, mich vor Ort durch künstlerische Perspektiven mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Rolle der Kunstinstitution in unserer gegenwärtigen, krisenbehafteten Welt weitergedacht werden kann. In enger Zusammenarbeit mit den Künstler:innen und dem Team möchte ich die zahlreichen Möglichkeiten der Institution erkunden und anregende und herausfordernde Formate entwickeln, die auf einem vielstimmigen Austausch beruhen – sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene."