28. Februar 2008 - 1:13 / Ausstellung / Archiv 
11. November 2007 2. März 2008

Es ist eines der großen Anliegen des Museum der Moderne Salzburg, Kunst nicht nur Erwachsenen zugänglich zu machen. 2006 hat das Museum daher erstmals eine Ausstellung für Kinder konzipiert. Auf Grund des großen positiven Echos findet diese heuer mit "Alice & Co im Wunderland" eine Fortsetzung und Vergrößerung. So kann man nun im MdM Rupertinum über zwei Stockwerke hinweg eine Traumwelt ergehen und erfahren.

Die Ausstellung ist von Lewis Carrolls Geschichten "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" inspiriert. Der englische Mathematiker und Logiker Lewis Carroll (ein Pseudonym für Charles Lutwidge Dodgson) publizierte die Erzählungen 1865 bzw. 1871. Carrolls Bücher gehören zu den ersten Kinderbüchern, die ohne moralische Botschaften auskommen. Die Ordnungssysteme der Wirklichkeit wie der Zeitbegriff und die Zeit selbst oder die Größenverhältnisse sind in ihnen außer Kraft gesetzt. Die Wunderwelt von Lewis Carroll ist von Nonsens, Sprachspielen und Denkexperimenten geprägt. Darüber hinaus verbergen sich in den Geschichten mathematische und logische Rätsel. Mit "Alice im Wunderland" wurde Carroll im 19. Jahrhundert zu einem der meist übersetzten Autoren.

Die aus den Geschichten rund um Alice entwickelte Ausstellung ist für Kinder ab 6 Jahren konzipiert. Sie zeichnet sich durch eigens dafür entwickelte interaktive Installationen aus, die die Kinder und ihre BegleiterInnen zur aktiven Auseinandersetzung anregen. Ein Spiegelraum, ein wundersamer Tisch, ein Zoetrop oder eine Wundertrommel laden dazu ein, in eine andere Welt zu treten.

Gleichzeitig ist die Ausstellung eine spielerische Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst und lädt zum Entdecken, Schauen und Staunen ein. Kunstwerke aus der Sammlung des MdM verwandeln die Ausstellungsräume in eine Wunderwelt. Illustriert wird die Geschichte anhand einer Graphikserie von Kurt Moldovan. Mit dabei sind überdimensionale Blumen von Thomas Stimm, ein Spiegelobjekt von Gerold Tagwerker oder ein sich verwandelnder Hase von Markus Raetz. Die Kunstwerke und Installationen erzählen von den Abenteuern, die Alice im Wunderland erlebt: dem Wachsen und Schrumpfen, der Teeparty mit dem Märzhasen und dem verrückten Hutmacher oder der Begegnung mit der strengen Königin.

Bei "Alice & Co im Wunderland" verbindet sich Kunst mit spielerischen Elementen. Da die umfangreiche Vermittlungsarbeit des Museums zeigt, dass sich besonders Kinder für Kunst interessieren, wird in dieser Ausstellung thematisch und gestalterisch auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder eingegangen. Zusätzlich zu den interaktiven Elementen innerhalb der Ausstellung ist ein Raum den kreativen Ideen der Kinder vorbehalten. Hier kann die fantastische Geschichte von Alice weitergesponnen werden. Wer will, kann die Geschichte von Alice lesen oder sich von seinen Eltern vorlesen lassen.


Alice & Co im Wunderland
11. November 07 bis 2. März 08

Museum der Moderne Rupertinum
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
A - 5020 Salzburg

T: 0043 (0) 662 842220-0
F: 0043 (0) 662 842220-700
E: office@museumdermoderne.at
W: http://www.museumdermoderne.at/

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Kurt Moldovan: Beratung durch eine Raupe, 1972/1973. Aus der Serie 'Alice im Wunderland'. Folienlithographie auf Büttenpapier, 48 x 33 cm. Museum der Moderne Salzburg; Reprofotografie: Huber Auer
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Kurt Moldovan: Fünfuhrtee, 1970. Illustration zum TV-Zeichentrickfilm 'Alice im Wunderland'. Tusche auf Papier, 48 x 65 cm. Museum der Moderne Salzburg
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Gottfried Wiegand: Alice im Wunderland, 1980. Studie zu einem Tonrelief. Pinsel in Sepia, laviert, auf Papier, 29,8 x 20,7 cm. Museum der Moderne Salzburg
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Stefan Zenzmaier: Alice