25. August 2019 - 5:18 / Festival / Musik 
6. September 2019 8. August 2019

Wenngleich die Anwendungen von Artificial Intelligence noch in den Kinderschuhen stecken, ist klar, dass wir auf eine Zäsur zusteuern. Vor allem Machine Learning macht schon heute deutlich, welch disruptiven Veränderungen auf uns zu kommen – auch und vor allem abseits der Gefilde von Industrie und Forschung.

Höchst an der Zeit also, dass wir uns grundlegenden Fragen zuwenden. Etwa welche Rolle AIbasierte Systeme künftig spielen werden – oder besser: sollen? Wofür wir intelligente Maschinen einsetzen und wie wir von ihnen unterstützt werden wollen? Wie es um die gesellschaftliche Akzeptanz und Verantwortung für diese autonomen, technischen Systeme bestellt ist? Und nicht zuletzt, was das alles für unser Leben und Selbstverständnis als Menschen bedeutet?

Musik trifft Technologie trifft Musik

Kultur prägt Technologie, Technologie prägt Kultur. Eine Wechselwirkung, die auch am Beispiel der Musik deutlich wird, einer Kunstform, die unsere Gefühle auf beinahe magische Weise zum Ausdruck bringt und gleichzeitig untrennbar mit mathematischen Regeln und physikalischen Prinzipien verbunden ist. Ihre Geschichte und Entwicklung ist daher auch eine der innovativen Technologien, die Musikschaffenden immer wieder neue Möglichkeiten des Ausdrucks schufen.

Ein Festival für Musik und AI

Genau diesem Aufeinandertreffen von menschlicher Kreativität und technischer Perfektion verschreibt sich das erste „AI x Music Festival“, das Ars Electronica und die Europäische Kommission als Teil der Starts-Initiative ausrichten. Von 6. bis 8. September 2019 versammelt Ars Electronica dafür MusikerInnen, KomponistInnen, KulturhistorikerInnen, TechnologInnen, WissenschaftlerInnen und AI-EntwicklerInnen aus aller Welt in Linz und widmet sich mit Konzerten und Performances, Konferenzen, Workshops und Ausstellungen der Interaktion von Menschen und Maschinen. Mit dabei sind renommierte Persönlichkeiten aus der Kunst wie Hermann Nitsch, Christian Fennesz, Oliviero Toscani, Markus Poschner, Dennis Russell Davies, Maki Namekawa, Memo Akten oder Sophie Wennerscheid und aus der Wissenschaft wie Josef Penninger, Siegfried Zielinski, Ludger Brümmer oder Hugues Vinet. Ebenfalls mit dabei sind Persönlichkeiten wie Matthias Röder vom Karajan Institut, die Autorin, Theologin, Redakteurin, Filmemacherin und Moderatorin Renata Schmidtkunz oder Amanda Cox von der Data Journalism Section The Upshot der New York Times. Dazu kommen international führende EntwicklerInnen der Yamaha R&D Division AI Group und Glenn Gould Foundation, von Googles Magenta Studio, SonyLab, IRCAM oder den Nokia Bell Labs, auch diverse Start-Ups präsentieren sich.

Fünf Locations

Schauplätze des „AI x Music Festivals“ sind die Anton Bruckner Privatuniversität, das Ars Electronica
Center, der Linzer Donaupark, die Postcity und das Stift St. Florian. Letzteres ist der unbestrittene
Hotspot des „AI x Music Festivals“: Ob Marmorsaal, Kirche, Krypta oder Gruft – die eindrucksvollen
Räumlichkeiten dieses spirituellen Orts bilden einen perfekten Rahmen, um über die künftige Rolle
intelligenter Maschinen und unser Selbstverständnis als Menschen nachzudenken.

Vier Programmsäulen

Das Programm des ersten „AI x Music Festivals“ fußt auf vier Säulen: Konzerte und Performances, Konferenzen, Lectures und Panels, Workshops und Ausstellungen.

Konzerte & Performances
Eine ganze Reihe von hochklassigen Konzerten und Performances kreist um die Interaktion von Mensch und Maschine – der Bogen, der dabei gespannt wird, beginnt bei den frühesten Beispielen menschlicher Musikschöpfung und reicht zu aktuellen Experimenten mit AI-Systemen. Bestritten werden diese Konzerte und Performances vom Bruckner Orchester sowie renommierten MusikerInnen und KlangkünstlerInnen aus aller Welt. Virtuos zum Einsatz gebracht werden klassische und mechanische Instrumente, Musikautomaten, Wellengeneratoren, Synthesizer und AI-basierte Musikanwendungen.

Konferenzen, Lectures & Panels
In Gestalt eines zweitägigen, prominent besetzten Konferenzprogramms geht das „AI x Music Festival“ der Frage nach, wie AI-Anwendungen KomponistInnen und MusikerInnen in ihrer kreativen Arbeit unterstützen können, welche neuen Möglichkeiten des Ausdrucks dadurch entstehen und wie sich die Rolle des Menschen damit verändert. Präsentiert und reflektiert werden vor allem aktuelle Beispiele.

Workshops & Demos
Dritte Programmsäule des „AI x Music Festivals“ sind Workshops, die jeder und jedem die Möglichkeit bieten, selbst auszuprobieren, wie AI-Systeme beim Musikmachen und -spielen unterstützen können.

Ausstellungen
Im Rahmen von Ausstellungen präsentiert das „AI x Music Festival“ zudem zahlreiche künstlerische Installationen sowie Prototypen und Produkte.

AI x Music Festival
6. bis 8. September 2019

Ars Electronica
Ars Electronica Linz GmbH & Co KG
Ars-Electronica-Straße 1
A - 4040 Linz

T: +43.732.7272.0
F: +43.732.7272.2
E: info@ars.electronica.art
W: https://ars.electronica.art

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  •  6. September 2019 8. August 2019 /
A-MINT / Alex Braga (IT) (c) Alex Braga
A-MINT / Alex Braga (IT) von Ars Electronica (c) Alex Braga
Anschwellen Abschwellen / Volkmar Klien (AT) (c) Volkmar Klien
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Music Traveler / Aleksey Igudesman (DE/AT), Julia Rhee (KR/US), Dominik Joelsohn (DE/AT), Ivan Turkalj (HR/AT) (c) Traveler Team
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