14. Februar 2021 - 10:43 / Ausstellung / Skulptur 

Der Rankweiler Bildhauer Roland Adlassnigg bespielt die kommenden Wochen mit seiner Skulptur "Bauchlandung C21" die Quadratmeter-Plattform am Hohenemser Emsbach.

Basis ist ein gut 400 kg schwerer Stein aus dem Hohenemser Rhomberg-Steinbruch, versehen mit einem metallenen Rad. Normaler Weise rollen die Adlassnigg-Skulpturen auf den Rädern. Doch der Virus verhindert dies. "Fortbewegung leider nicht möglich!" steht im Begleittext der Installation. "Die Skulptur, mit einer Virus-Fußfessel angekettet, liegt auf einem OP-Tisch." So der Künstler. Die Höhe, die Schwerfälligkeit von Stein und Stahl, verhindern zusätzlich die Bewegungsfreiheit. Eine Bauchlandung ist Vorprogrammiert. Aber der Wunsch, zur gewohnten (normalen) Fortbewegung bleibt.

Diese, an tagesaktuelle Gegebenheiten anspielende, Skulptur kann den "Kunst-Quadratmeter" die kommenden drei Monate nicht verlassen. "Mein Wunsch wäre es, dass der Stein in drei Monaten wieder rollt und sich seiner Fußfessel entledigt hat." so der Bildhauer.

"Ein m2 Kunst" ist eine private Initiative, die es Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, eines ihrer Objekte für jeweils drei Monate auszustellen: Dazu wird am Emsbach in Hohenems ein m2 Kunstraum zur Verfügung gestellt. Die Initiative ist offen für jede Kunstform, die Ausstellungsfläche ist im Freien. Kurator ist der Hohenemser Künstler Günther Blenke. Adlassnigg ist der vierte Künstler, der den Kunstraum bespielt.



Bauchlandung C21, ein m2 Kunst, Roland Adlassnigg © Foto: Heidegger
Bauchlandung C21, ein m2 Kunst, Roland Adlassnigg © Foto: Heidegger
Bauchlandung C21, ein m2 Kunst, Roland Adlassnigg © Foto: Adlassnigg
Bauchlandung C21, ein m2 Kunst, Roland Adlassnigg © Foto: Adlassnigg