28. Dezember 2020 - 16:23 / Aktuell / Literatur 

Die Stadt Hohenems hat zum siebten Male den mit 7.000 Euro dotierten "Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige AutorInnen nichtdeutscher Muttersprache 2021" ausgeschrieben. Bis zum 14. Februar 2021 können entsprechende Beiträge und Manuskripte eingereicht werden.

Der von Michael Köhlmeier angeregte Preis, der als Biennale seit 2009 veranstaltet wird, soll dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt der von Einwanderung geprägten deutschsprachigen Literaturszene hervorzuheben. Die Geschichte und Kultur des Dreiländerecks (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurde stets durch Zuwanderung geprägt. So blickt auch die Stadt Hohenems auf eine Geschichte zurück, die seit Jahrhunderten durch kulturellen Austausch und grenzüberschreitende Beziehungen geprägt ist. Europäische Verbindungen die durch die Hohenemser Grafen aufgebaut wurden, die Bildung einer jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert aber auch die Arbeitsmigration der letzten Jahrzehnte führte dazu, dass einer großen Zahl neuer BürgerInnen nichtdeutscher Muttersprache in dieser Region ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.

Gemäss den Auslobern des Preises, soll dieser ein Abbild der Gesellschaft zeichnen, indem er aktuelle Themen wie das Fremdsein und die Identität zum Schwerpunkt hat. Die literarische Auseinandersetzung könne so ein Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis sein.

Die detaillierte Ausschreibung mit den Teilnahmebedingungen ist auf www.hohenems.at/literaturpreis abrufbar.

Die Preisverleihung findet am 26. Juni als Höhepunkt eines neu konzipierten Rahmenprogramms, der "Literatu•R•äume 2021", statt.



Die letztjährige Siegerin: Karosh Taha (© Havin Al-Syndy)
Die letztjährige Siegerin: Karosh Taha (© Havin Al-Syndy)