Die diesjährige Ausgabe der biennalen Ausstellung „Schau 2026” steht im Zeichen des 50-jährigen Bestehens des Departments Bildende Künste und Gestaltung der Universität Mozarteum Salzburg. Studierende der Studienrichtungen Kunst & Gestaltung sowie Technik & Design geben Einblick in ihre aktuellen künstlerischen und gestalterischen Positionen.
Die Ausstellung versammelt fünf eigenständige Projekte, die gesellschaftliche, ökologische und wissenschaftliche Fragestellungen zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen und gestalterischen Arbeiten machen.
Unter dem Titel „Stattdessen – Alternative Perspektiven für sozioökologische Stadtentwicklung“ beschäftigen sich Studierende der Bildhauerei (Universität Mozarteum Salzburg) in Zusammenarbeit mit Studierenden der Sozialgeographie (Paris-Lodron-Universität Salzburg) in einer transdisziplinären Auseinandersetzung mit den Themen bezahlbarer Wohnraum, Hostile Architecture und Greenwashing. Ausschlaggebend dafür sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen wie „Keine Armut“, „Weniger Ungleichheiten“ oder „Nachhaltige Städte und Gemeinden“.
„House of Nice“ verwandelt den Ausstellungsraum in einen Pop-up-Store. Studierende aus dem Bereich Technik & Design entwarfen und produzierten handgefertigte Gebrauchsgegenstände zum Thema Zeit. Für den Store und die Produkte entstanden eine eigene Corporate Identity, eine Preisgestaltung und ein Eröffnungskonzept. Gegründet im Sommer 2025, macht der Store 2026 nun Station im Kunstraum Traklhaus.
Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft – Threads of Tomorrow” wagen Studierende einen Blick auf die Jahre von 1976 bis 2076 und entwarfen mittels Speculative Design und Design Fiction textile Visionen möglicher Zukünfte. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Textilen Zentrum Haslach auf der Jacquard-Webmaschine umgesetzt. Die Arbeiten verstehen Zukunft nicht als Bedrohung, sondern als gestaltbaren Möglichkeitsraum.
„Antworten auf ein Buch” vereint künstlerische Positionen der Klasse für Fotografie und Neue Medien. Ausgehend von gesellschaftskritischer Lektüre erforschen die Studierenden das Medium Buch und seine narrative Bild-Text-Struktur als intime, experimentelle Ausdrucksform von Identität, Präsenz und Lebensrealität.
Mit „Zu klein für Symptome” rückt die Grafikklasse das Staunen über verborgene Welten wortwörtlich in den Fokus. Inspiriert von der historischen Figur Antoni van Leeuwenhoek, der Ende des 17. Jahrhunderts mit seinem selbstgebauten Mikroskop eine bis dahin unbekannte Welt sichtbar machte, entstanden nach einem Besuch an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg eigenhändig gefertigte Betrachtungsapparaturen, Druckgrafiken und Papierarbeiten der Studierenden.
Schau2026
Biennale des Departments Bildende Künste und Gestaltung
Vernissage am Mittwoch, 20. Mai 2026
Bereits um 16:00 Uhr werden die Projekte vorgestellt, gefolgt von der offiziellen Eröffnung um 18:00 Uhr.
Ausstellungsdauer: 21. Mai bis 27. Juni 2026I