29. April 2014 - 2:49 / Ausstellung / Grafik 
25. Januar 2014 4. Mai 2014

Vor 100 Jahren brach im August 1914 der Erste Weltkrieg aus. Die militärischen Auseinandersetzungen setzten nicht nur den Globus in Brand und beendeten das 19. Jahrhundert endgültig. Sie sorgten außerdem für eine Krise der künstlerischen Repräsentation, die bis heute spürbar ist. Denn die Stellungskriege und der Einsatz von neuen chemischen Waffen machten deutlich, dass die traditionellen Konzepte zur Darstellung und Deutung von Gefechten ungenügend waren. Die Schilderung von unsichtbaren Gegnern, unheldenhaften Kämpfen und ihren Folgen überstieg die bekannten Bildkonzepte des Krieges.

Zu den bekanntesten künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Ersten Weltkrieg zählt das Mappenwerk "Der Krieg", das Otto Dix 1924 anfertigte. In den 50 Radierungen verarbeitete Dix seine eigenen Fronterfahrungen als Soldat. Der Zyklus gilt als Höhe- und Endpunkt des frühen grafischen Schaffens des Künstlers und sorgte zugleich für seinen internationalen Durchbruch. Zehn Jahre nach Ende des Krieges führten die schonungslosen Bilder von Dix zu vehementen Diskussionen in der Öffentlichkeit. Vor allem nationalistische Kreise griffen den Erfolg der Bilder an.

Anlässlich des 100-jährigen Gedenkens des Ersten Weltkriegs zeigt das Kunstmuseum Stuttgart die Mappe "Der Krieg" von Otto Dix zusammen mit Arbeiten anderer Künstler zu diesem Epochenschnitt.

100 Jahre Erster Weltkrieg
Positionen aus der Sammlung
25. Januar bis 4. Mai 2014

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1
D - 70173 Stuttgart

T: 0049 (0)711 216-2188
F: 0049 (0)711 216-7820
E: info@kunstmuseum-stuttgart.de
W: http://www.kunstmuseum-stuttgart.de/

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Otto Dix: Sturmtruppe geht unter Gas vor, 1924. Radierung, 35,2 x 47,5 cm; Kunstmuseum Stuttgart. Foto: Axel Koch/ Kunstmuseum Stuttgart; © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
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Otto Dix: Ruhende Kompanie, 1924. Radierung, 47,5 x 35,2 cm; Kunstmuseum Stuttgart. Foto: Axel Koch/ Kunstmuseum Stuttgart; © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
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Otto Dix: Besuch bei Madame Germaine in Méricourt, 1924. Radierung, 47,5 x 35,2 cm; Kunstmuseum Stuttgart. Foto: Axel Koch/ Kunstmuseum Stuttgart; © VG Bild-Kunst, Bonn 2014