13. Mai 2018 - 4:26 / Aktuell 

Unter dem Titel «Ifigenia, liberata» («Die befreite Iphigenie») zeigt das Theater Chur am Freitag, 18. Mai 2018 ein Antikenprojekt in der Regie von Carmelo Rifici, dem Künstlerischen Leiter von LuganoInScena. Anhand der Tragödie von Euripides vertieft er sich in den Begriff Mythos, seine Mechanismen und Elemente wie Gewalt und Opfer und will diese – mit ausgewählten Texten von der Antike bis zur Gegenwart reflektierend – dem Publikum näher bringen.

In einer Art Salon oder Bibliothek, nehmen die Schauspielerinnen und Schauspieler, von einem Regisseur und einer Dramaturgin begleitet, den Mythos der Atriden wieder auf, um die Kernaussage von Euripides «Iphigenie in Aulis» sichtbar zu machen. Dem Modell des platonischen Symposions folgend, spielt und diskutiert das Ensemble Iphigenies Opfertod und gerät dabei immer wieder in bedrohlich aktuelle Szenen zwischen Täter und Opfer. Regisseur und Dramaturgin bauen die Brücke zwischen Bühne und Publikum – auf der Suche nach einer gemeinsamen Grammatik, einem Verständigungscode: nach der friedlichen Lösung des Rätsels Gewalt.

Theater Chur
Zeughausstrasse 6
CH - 7000 Chur

W: http://www.theaterchur.ch/

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