Anfang Juli 1776 übergab der österreichische Gesandte in Venedig, Conte Giacomo Durazzo, dem Herzog Albert von Sachsen-Teschen und der Erzherzogin Marie Christine ein Konvolut von 10.000 Kupferstichen. Dieser Moment fällt mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika am 4. Juli 1776 zusammen und markiert rückblickend den Beginn der berühmten Albertina-Sammlung.
Mit der Ausstellung „Blooming Hearts Through Centuries. From Waldmüller to Klimt. Floral Masterpieces from the Belvedere, Vienna” präsentiert das Belvedere einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der österreichischen Blumenmalerei vom Biedermeier bis zur Wiener Moderne.
In der Dominikanerkirche Krems zeigt Soli Kiani eine Rauminstallation, in der textile Materialien als zentrales künstlerisches Medium eingesetzt werden. Ihre Arbeiten thematisieren Herkunft, Körperlichkeit und patriarchale Strukturen und übersetzen diese Inhalte in eine klare, skulpturale Formensprache.
Mit der unbequemen Leitfrage, wie viel NS-Vergangenheit im heutigen deutschen Wohlstand steckt, bricht der bildende Künstler Franz Wanner in seiner Publikation "Eingestellte Gegenwarten" radikal mit der gängigen Erzählung einer lückenlos geglückten, deutschen Erinnerungskultur.
Wie würden wir leben, wenn die Erde nicht mehr bewohnbar wäre? Fünf Monate lang haben Expert:innen und Karlsruher Bürger:innen gemeinsam an Prototypen für ein Leben auf dem Mars gearbeitet und dabei Ideen gesammelt, die wir in Zukunft auch auf der Erde brauchen werden. Im zweiten Teil des Projekts „Mars!
Wer an einer Bushaltestelle wartet, blickt meistens auf das Smartphone, auf die Uhr oder ungeduldig die Straße hinunter. Im Vorarlberger Walgau wird dieser flüchtige Moment des Stillstands derzeit auf eine andere Weise gefüllt. Mit der Aktion „Haltestelle Kunst“ verwandeln sich triste Wartehäuschen in lebendige Kulturräume.
Die graue Zeit hält Einzug in die große Ausstellungshalle des Museums Angerlehner. Unter dem Titel „Traglast” präsentiert das Künstlerduo „grey time”, bestehend aus Jeremias Altmann und Andreas Tanzer, erstmals eine museale Übersicht jener Werke, die seit Beginn ihrer Zusammenarbeit im Jahr 2013 entstanden sind.
Mire Lees großformatige Installationen bestehen oft aus undichten Mechanismen und quasiorganischen Strukturen, die auszulaufen und zu verfallen scheinen. Absichtlich defekte motorisierte Elemente scheinen unter ihrer eigenen Funktionsweise zu ächzen und widersetzen sich somit der nahtlosen Effizienz, die man mit der Technologieästhetik der Gegenwart verbindet.
Die Arbeit von Stefan Reiterer beschäftigt sich mit dem Einfluss digitaler Bildwelten auf unsere Wahrnehmung von Realität. Dabei verbindet er digitale und analoge Techniken.
Im Museum Haus Konstruktiv wird derzeit eine Einzelausstellung von Katja Schenker gezeigt. Seit mehr als zwanzig Jahren ist die Schweizer Künstlerin vor allem für ihre Performances bekannt. Darüber hinaus hat sie aber auch Zeichnungen, Skulpturen und Installationen im Innen- und Außenraum geschaffen. Ihre Werke entwickelt sie überwiegend aus natürlichen Materialien.