Mit Still Performing zeigt der Fotohof in Salzburg drei künstlerische Positionen, in denen Performance und Fotografie eng miteinander verwoben sind. Während „still“ auf das fotografische Einzelbild, den eingefrorenen Moment oder das filmische Standbild verweist, steht „still performing“ zugleich für eine andauernde Handlung.
In Onyeka Igwes Praxis wird der instabile Grund des kolonialen Archivs offengelegt. Dieses erscheint nicht als festes Wissensdepot, sondern als Ort voller Spannungen, Undurchsichtigkeiten und nie aufgearbeiteter Gewalt. Ihre Filme und Installationen konfrontieren das Archiv mit dem, was fehlt, was unterdrückt oder unhörbar gemacht wurde.
Wagners Bühnenweihfestspiel inszenieren Regisseurin Susanne Kennedy und Videokünstler Markus Selg, alle Konventionen herausfordernd, als konsequent radikalen heiligen Akt. Zum intensiven Hörerlebnis tragen Dirigentin Yi-Chen Lin und das RSO das ihre bei. Eine interessante, neue Opern-Erfahrung.
Elisabeth und Elmar Trenkwalder entfalten in der dreieckigen Sonderausstellungshalle im Museum Liaunig einen eindrucksvollen künstlerischen Kosmos zwischen Realität und Imagination, der die Besucher in eine andere Welt entführt. Sie schaffen Werke, die bewusst unsere Wirklichkeit überschreiten und aus dem Realen heraus entstehen.
Mit dem Band „Die Südtiroler Siedlungen in Vorarlberg. Geschichte, Gegenwart und Zukunft” ist in der Schriftenreihe des Vorarlberg Museums eine umfassende Untersuchung zu einem bislang wenig beachteten Kapitel der österreichischen Bau- und Sozialgeschichte erschienen.
Im Kunstforum Montafon in Schruns werden in der Sommerausstellung "Filter 2.0" sieben Werke aus der Sammlung der Illwerke VKW AG gezeigt. Diese werden den aktuellen Werken der Künstler:innen gegenübergestellt.
Die Gegenüberstellung der Werke von Oskar Kokoschka (1886–1980) und Egon Schiele (1890–1918) bereichert, überrascht, fasziniert und schärft den Blick auf die Entwicklung des Expressionismus in Österreich. Die beiden waren Künstlerkollegen und selbstverständlich auch Konkurrenten in einem engen, überschaubaren Umfeld.
Die Ausstellung im Schlossmuseum Linz thematisiert den Bauernkrieg von 1626 aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts. Dabei werden Geschichte und Erinnerung nicht als unveränderliche, starre Konstanten betrachtet, sondern als veränderbare Erzählungen sichtbar gemacht.
Wenn Figuren den Rücken kehren und das Verborgene zur Bildsprache wird, dann ist Georg Loewit am Werk. Im Sommer 2026 bringt der Innsbrucker Bildhauer seine Werkreihe Protagonisten in den Blumenegger Skulpturenpark der Villa Falkenhorst in Thüringen.
Wie kann man das innere Erleben eines Menschen einfangen, dessen Wirklichkeit sich immer weiter von der Außenwelt abkoppelt? Und wie erhält man zu jemandem eine Beziehung aufrecht, der einem zutiefst vertraut, sich aber unumkehrbar verändert?