Schon in ihren frühesten Arbeiten vor mehr als dreißig Jahren bedient sich Cindy Sherman fast ausschließlich ihrer eigenen Person als Modell und Gegenstand ihrer Inszenierungen. In ihren Serien stellt sie mit Hilfe unterschiedlicher Accessoires (Schminke, Kostüme, Prothesen) erfundene Personen dar und fotografiert sie im Studio.
Der Kunde fragt den Autohändler, was passiere, wenn man mit einem großen Wagen in eine Gruppe von Zigeunern fahre. Der Händler erwidert ohne Zögern, das komme ganz auf die Geschwindigkeit und die Größe der Gruppe an. Auf die Frage desselben Kunden bei einem Waffenhändler, was zur Verteidigung gegen Juden nütze, empfiehlt dieser eine 9-mm oder einen 45er.
Geheimdienste sollen Informationen beschaffen, zu einem großen Teil übrigens aus öffentlich zugänglichen Quellen, weil es oft nur um die richtige Interpretation durchaus bekannter Daten geht. Eine zweite Tätigkeit ist die gezielte Desinformation des Gegners, manchmal aber auch der gesamten Öffentlichkeit.
Wenn man sich in amerikanischen Zeitschriften die Karte mit 18 Produktionsstätten für ABC-Waffen im nördlichen Staat auf der Halbinsel Korea ansieht, fragt man sich natürlich, ob davon gleich viel zu halten ist wie von den »Massenvernichtungswaffen«, die die US-Regierung dem Irak zuschrieb, um einen Vorwand für einen angeblichen Präventivkrieg zu haben.
Auf jedem Dollarschein steht »In God We Trust«. Eine Gallup-Umfrage zeigt, dass beinahe alle US-Amerikaner erklären, an Gott zu glauben. Das wäre, wenn man entsprechend verschwommene Gottesvorstellungen zulässt, in Europa auch nicht viel anders: Deklarierte Atheisten gibt es hier wie dort wenige.
In der Samstagausgabe (9.11.) der »Vorarlberger Nachrichten« standen drei Artikel über verschiedene Themen, die einen inneren Zusammenhang haben. Sie handelten vom 11.9., von Westenthaler und von Gehrer.
Ja, mich kann er’s schon lange! Und viele andere auch. Es werden täglich mehr. Ungewöhnlich ist dieser Mut zur Wahrheit in der Wahlwerbung. So deutlich ist das Verhältnis zwischen Regierung und Regierten noch selten angesprochen worden. Vor allem ist es nicht das einzige Beispiel.
»Dies ist ein bedeutender Tag für die Menschen in Darfur«, erklärte das Weiße Haus im Mai zum Abschluss des Darfur-Abkommens in Nigeria. Washington behielt wieder einmal Recht, der Tag war wohl bedeutend, die Lage im Sudan hat sich seither doch erheblich verschlechtert.
Ein Erziehungswissenschafter sagte neulich, in zwanzig Jahren würden die Europäer für China Hemden nähen. Ich würde diese Aussage ja gerne mit Namensnennung zitieren, habe sie aber im Café gelesen und mir nur diesen Satz gemerkt, der mir sofort einleuchtete.