In Lateinamerika wird die Familie als Tragpfeiler und soziale Basis angesehen, auf die man sich jederzeit stützen kann. Die verwandtschaftlichen Beziehungen weisen einen grundlegenden sozialen Wert auf und bilden eine Mikro-Gesellschaft, in der sich die Individuen im Schoss der omnipräsenten Familie entwickeln.
In "Who’s Afraid of Red, Black and Green", seiner ersten Ausstellung in Österreich, zeigt der afroamerikanische Künstler Kerry James Marshall eine neue, 16 Gemälde umfassende Werkgruppe, in der er erneut die visuelle Repräsentation von schwarzen Menschen in der "westlichen" Gesellschaft und die dazugehörige Bildtradition hinterfragt.
Wäre der ob der inflationären Verwendung in Verruf geratene Begriff des Multitalents nicht so schal, man müsste ihn für Oswald Oberhuber rehabilitieren. Maler, Grafiker, Bildhauer, Schriftsteller, Designer, Bühnenbildner, Museologe, Sammler, Ausstellungs-Organisator, Lehrer und manch andere Berufe hat er schon ausgeübt.
Das französische Künstlerinnenduo Louise Hervé & Chloé Maillet (*1981/ 1981, leben in Paris) produziert mit ihrem fiktiven Institut International Institute of Important Items (I.I.I.I.) Genrefilme, Vortragsperformances, Führungen, Konferenzen, Installationen und Radioprogramme.
Eine Bauerntochter, die zur Direktionssekretärin bei der Firma BBC aufsteigt; ein Arbeitersohn, der Chefbeamter wird; ein Metzgermeister, der das Familienunternehmen ausbaut; eine Ärztin, die in der Villa der Familie eine Praxis eröffnet. Am Beispiel solcher Biografien zeigt die Ausstellung auf, welche Dynamiken die Badener Industrialisierung im frühen 20. Jahrhundert auslöste.
Der Klappentext: Ein einziger Raum. Eine einzige Nacht. Ein Mann und eine Frau, die eine Abmachung haben: Sie will schweigend sein Porträt malen, er soll währenddessen von sich erzählen. Er, ein Architekt, der seinen Beruf an den Nagel gehängt hat, beginnt seine Erzählung mit der Schilderung seines Scheiterns. Als sie das nicht mehr aushält, schickt sie ihn fort.
Die Ausstellung "Immer bunter" untersucht anhand avancierter künstlerischer Positionen den gegenwärtigen Malereidiskurs in Österreich. Sie reflektiert dabei die Themen- und Spannungsfelder, die die Künstlerinnen und Künstler in ihrer Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei beschäftigen.
Sowohl Maya Rochat wie auch Philippe Gerlach interessiert die Fotografie als Ausdrucksmedium für das Lebensgefühl einer jungen Generation. Dabei beschränken sie sich nicht nur auf die Rolle des von außen Beobachtenden, sondern interagieren mit Menschen und Orten. Bei Rochat und Gerlach wird das eigene Leben mit den Mitteln der Fotografie autobiografisch reflektiert.
Der von Naturgewalten geprägte Lebensraum Graubündens steht im Zentrum von "Präparat Bergsturz". Ausgehend vom Flimser Bergsturz stellt sich die Frage, wie ein derartiges längst vergangenes Ereignis heute sichtbar und eine so plötzliche Bewegung haltbar gemacht werden können.
Der amerikanische Künstler Paul Thek (1933-1988) realisierte 1973 im Kunstmuseum Luzern gemeinsam mit der Artist"s Co-op das Environment "Ark, Pyramid, Easter – A Visiting Group Show", das zu den bedeutendsten atmosphärischen Grossprojekten der 1970er-Jahre zählt. Die heute verlorene Installation ist zudem eines der zentralen Werke des legendären Künstlers Paul Thek.