Buchtipp im Mai 09

02.05.2009 Irene Selhofer

Als Inge Merkel 2006 in Mexiko starb, hinterließ sie ein nicht sehr umfangreiches, aber inhaltvolles Konvolut mit einzelnen Kapiteln und Entwürfen zu einem neuen Roman. Dankenswerterweise hat Jochen Jung nun aus dem Nachlass diese Texte veröffentlicht, die stark autobiographisch geprägt sind: Die Ankunft in Mexiko, Gefühle der Fremdheit und Müdigkeit, Rückblenden, Träume.


Inge Merkel (1922-2006), promovierte Altphilologin, war als Latein- und Deutschlehrerin im Schuldienst tätig, ehe sie als Spätberufene mit sechzig zu schreiben begann. Innerhalb weniger Jahre entstanden sechs Romane. Von scheuer Wesensart und dem Literaturbetrieb gegenüber eher skeptisch, blieb ihr die Anerkennung als eine der originellsten Stimmen in der deutschsprachigen Literatur des späten 20. Jahrhunderts versagt.

Schade, dass Inge Merkel den Roman nicht mehr ausformen und fertig stellen konnte. Dieses Fragment erweckt die Lust, frühere Romane wiederzulesen.

Merkel, Inge: Der rote Rock. Ein Fragment
Jung und Jung Verlag, 2009, 74 S., EUR 17,00

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