Lachsfischen im Jemen

05.07.2007 Irene Selhofer

Für verrückte Ideen sind bekanntlich hauptsächlich Engländer zuständig. Ein englischer Wissenschaftler soll den größten Wunsch eines arabischen Scheichs erfüllen: wilde Lachse im Hochland des Jemen schwimmen zu sehen. Paul Torday - englischer Autor - hat mit «Lachsfischen im Jemen» eine feine Politsatire vorgelegt.


Der jemenitische Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama findet Gefallen am Fischen auf seinem Urlaubsdomizil in Schottland. Er möchte versuchen, die jemenitischen Hitzköpfe durch diese Sportart abzukühlen und ihnen damit Gelassenheit beizubringen. Mit Geld kann man bekanntlich alles erreichen, warum also nicht Lachse im Jemen?

Dazu braucht's noch einen Wissenschaftler, der «anbeisst» um den Fischen ihre Lebensbedingungen zu schaffen und englische Politiker, die von ihrer Nahostpolitik ablenken - und die zahllosen begeisterten Fischer als Wählerpotential «fangen» wollen.


Torday, Paul: Lachsfischen im Jemen. Roman
2007, Berlin Verlag, 317 S., EUR 20.50

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