Franz Graf von Pocci - Phantasie und Spott

12.01.2019

11.01.2019 bis 27.01.2019  Pinakothek der Moderne

Franz Graf von Pocci (1807–1876) war nicht nur Zeremonienmeister, Hofmusikintendant und Erfinder des Kasperl Larifari, sondern ein besessener Zeichner. «Und hättʼ ich wohl an hundert Händʼ / mit Burgen kämʼ ich nie zu Endʼ!», dichtete er über seine Leidenschaft, ständig die Bildphantasie spielen zu lassen. Sie kreiste um erfundene Landschaften oder illustrierte seine Texte und Lieder. Das Märchenhafte stand dabei neben dem Studium der Natur, so dass Pocci ein typischer Vertreter der Kunst seiner Zeit war.


Zudem konnte er mit unbestechlicher Boshaftigkeit seine Kollegen in Verwaltung und Künstlerschaft in Karikaturen aufspießen. Sein Nachfolger darin und als zeichnender Chronist bei der Herrengesellschaft «Altengland» wurde Ludwig Graf von Otting (1818–1894), der neu zu entdecken ist. Eine bedeutende Zustiftung eines Münchner Sammlers mit Zeichnungen Poccis und Ottings an die Museumsstiftung zur Förderung der Staatlichen Bayerischen Museen bereicherte jüngst die historischen Bestände der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie ist Anlass, in einer Ausstellung zu dokumentieren, wie wichtig privates Engagement für die Weiterentwicklung eines Museums ist.


Franz Graf von Pocci - Phantasie und Spott
Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne
11. bis 27. Januar 2019

Pinakothek der Moderne
Kunstareal, Barer Str. 40
D-80799 München
T: 0049 (0)89 23805-360
F: 0049 (0)89 23805-125
E: info@pinakothek.de
W: http://www.pinakothek.de


Öffnungszeiten

Täglich außer Mo 10.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 20.00 Uhr

 


  • Franz von Pocci: Das Ende der Romantik, 1858. Feder in Braun, laviert, 287 x 403 mm; Staatliche Graphische Sammlung München. © Staatliche Graphische Sammlung München
  • Franz Graf von Pocci: Phantastisches Schloss an einem Gebirgssee. Feder in Braun, 256 x 215 mm; Staatliche Graphische Sammlung München. © Staatliche Graphische Sammlung München
  • Franz von Pocci: Reiterlied, um 1842. Bleistift, Feder in Schwarz, 150 x 105 mm; Staatliche Graphische Sammlung München. © Staatliche Graphische Sammlung München
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