Olga Zimmelova in der Kunsthalle Luzern

11.01.2019

11.01.2019 bis 10.02.2019  Kunsthalle Luzern

Olga Zimmelovas künstlerische Arbeit besticht durch ihre meist bunten, grossformatigen, raum-, und ortsspezifischen Malereien sowie ihre dreidimensionalen Objekten. Jede Arbeit von Olga Zimmelova scheint einem anderen Rhythmus zu folgen. Pinselstriche, die auf verschiedene Weise repetitiv aneinander-, übereinander-, und nebeneinandergereiht werden, lassen die Betrachter*innen die malerische Geste der Künstlerin regelrecht spüren. Die Pinselstriche erzeugen einen Farbklang, der vom einmaligen Charakter eines bestimmten Ortes, an dem die Künstlerin gelebt hat, geprägt ist.


Auch während ihrer Arbeit im Freien lässt sich Zimmelova von den Eigenschaften gewisser Landschaften – sei es auf der Insel Ventotene, in Rom, Bosa, Venedig oder in der Schweiz – und den wechselnden Lichtverhältnissen inspirieren. Die Natur ist Quelle sinnlicher Erfahrungen, die vorgefundenen Materialien – Lehm, Stein, Holz, Erde – werden als Grundelemente für die künstlerische Gestaltung und die Herstellung von Farbpigmenten hinzugezogen.

Für ihre Ausstellung in der Kunsthalle Luzern fokussiert sich Olga Zimmelova auf ihre jahrelange Arbeit mit Bienen, die sie in den 1980er Jahren begonnen hatte. Die Farben Gelb, Blau und Violett dienen den Bienen als Orientierungspunkte und Lockmittel von Pflanzen und wurden von der Künstlerin u.a. in Imkerkästen malerisch angewendet und teilweise auch mit Worten bestückt. Die Kästen wurden anschliessend wieder in den Bienenstock montiert und von den Bienen mit der signifikanten Wabenstruktur bewirtschaftet, wobei die Wachswaben die Gemälde partiell überdecken.

Explizit für die Ausstellung entstehen drei neue grossformatige Malereien auf Leinwand, die mit den architektonischen Elementen der Kunsthalle Luzern korrespondieren und deren räumliche Grössenverhältnisse aufgreifen. Die rhythmisch gesetzten Pinselstriche formieren sich zu sich überlagernden Flächenstrukturen, verdichten sich an einer Stelle, öffnen sich andernorts zu einem lockeren Gewebeverbund. Olga Zimmelovas malerische Arbeiten werden in der Kunsthalle Luzern mit den »Bienenwabenbilder« in einen Dialog gesetzt. Für das Kabinett der Kunsthalle Luzern ist eine raumspezifische Arbeit mit Texten und Worten angedacht, welche eine philosophische Leseart in Bezug auf ihre Werke suggeriert. Michael Sutter


»in cuore sento il pazzo volo di un’ape regina«
Olga Zimmelova in der Kunsthalle Luzern
11. Januar bis 10. Februar 2019

Kunsthalle Luzern
Bürgenstrasse 34-36
CH-6005 Luzern
T: 0041 412 08 09
F: 0041 412 08 07
E: intern1@kunsthalleluzern.ch
W: http://www.kunsthalleluzern.ch


Öffnungszeiten

Mi bis Fr 14 - 19 Uhr
Sa und So 14 - 17 Uhr

 


  • Bienenwabe, 2009; aus der Serie: Von Bienen bebaute Malerei 1997-2017, 20 x 30 cm. Text auf der Bienenwabe: Vaclav Havel, Das Berghotel; Hören Sie auch den Sommer? Meinen Sie die Bienen? Bienen, Vögel, Wälder, Flüsse, Menschen Genauso wie dort. Foto: Jan
  • Olga Zimmelova: Bienenwabe, 2003; aus der Serie: Von Bienen bebaute Malerei 1997-2017, 20 x 30 cm. Text auf der Bienenwabe: Friedrich Nietzsche – Gib Honig mir. Foto: Jan Mahr
  • Olga Zimmelova – Bilder für die Biene, total 10 Bilder, 30cm x 40cm, Rom, 1982. Foto: Olga Zimmelova. Die Bilder sind mit gelber, blauer und violetter Farbe pastos gemalt. Die Pinselstriche haben eine organische Form, ähnlich dem Körper einer Biene.
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