Die Brücke 1905 - 1914

04.11.2018

17.11.2018 bis 24.03.2019  Museum Frieder Burda

Die farbenfrohen Werke des Deutschen Expressionismus sind ein wichtiger Schwerpunkt der Sammlung Frieder Burda. Daher wird nach der Ausstellung zum «Blauen Reiter» im Jahr 2009 nun auch der zweiten einflussreichen Künstlervereinigung des Expressionismus in Baden-Baden eine Schau gewidmet. Mit rund 120 Werken, darunter 50 hochkarätige Gemälde, vermittelt die Ausstellung einen Einblick in das Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde.


Mit der 1905 in Dresden gegründeten «Brücke» begann in Deutschland der Aufbruch zur Moderne. Die Stilrichtung, die sich gegen die traditionelle Malerei und alles Akademische auflehnte, wurde schon bald Expressionismus genannt. Neben neuartigen künstlerischen Lösungen verkörperte der Expressionismus auch ein neues Lebensgefühl. In Form und Farbe dominierte der reine Ausdruck, Kräfte der Seele und des Geistes kommen zum Vorschein. Was entsteht ist nicht ein Abbild der Dinge, sondern Zeichen einer inneren Vorstellung. Die sichtbare Wirklichkeit wird umgeformt und auf das Wesentliche reduziert. Auch die Farbe durchläuft einen Abstrahierungsprozess. Sie wird wild und großflächig eingesetzt, löst sich von der naturgegebenen Färbung des Gegenstands und wird selbständig. Der «Brücke»-Expressionismus beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Malerei - Zeichnung, Aquarell und Druckgraphik wurden ebenso entscheidend bei der Entwicklung des neuen Stils.

Die Ausstellung ist konzentriert auf die Jahre von der Gründung 1905 bis 1914, dem Jahr nach der Auflösung der Gruppe und der Beendigung der Phase des Klassischen Expressionismus durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nach über zehn Jahren ist sie die erste umfassende Schau zur Brücke. Das Museum Frieder Burda -Baden zeigt neben vielen Leihgaben aus dem Brücke-Museum Berlin auch Werke der eigenen Sammlung sowie weiterer deutscher und internationaler Museen. Hervorzuheben sind auch die Leihgaben aus Privatbesitz, von denen einige seit etlichen Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Kuratorin ist die langjährige Direktorin des Brücke-Museums Berlin, Magdalena M. Moeller, deren Spezialgebiet die Kunst der Klassischen Moderne sowie insbesondere die Kunst des Deutschen Expressionismus ist.


Die Brücke 1905 - 1914
17. November 2018 bis 24. März 2019

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
D-76530 Baden-Baden
T: 0049 (0)7221 39898-0
F: 0049 (0)7221 39898-30
E: office@museum-frieder-burda.de
W: http://www.museum-frieder-burda.de


Öffnungszeiten

Di bis So 10 - 18 Uhr
Montag geschlossen

 


  • Emil Nolde: Feriengäste, 1911. Brücke-Museum Berlin; © Nolde Stiftung Seebüll, Foto Roman März
  • Ernst Ludwig Kirchner: Liegender blauer Akt mit Strohhut, 1909; Privatsammlung
  • Karl Schmidt-Rottluff: Sinnende Frau, 1912. Brücke-Museum Berlin; © VG Bildkunst Bonn, 2018. Foto Roman März
  • Max Pechstein: Das gelbschwarze Trikot, 1910. Brücke-Museum Berlin; Dauerleihgabe aus Privatbesitz. © Pechstein Hamburg-Tökendorf, Foto Roman März
Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
D-76530 Baden-Baden
T: 0049 (0)7221 39898-0
F: 0049 (0)7221 39898-30
E: office@museum-frieder-burda.de
W: http://www.museum-frieder-burda.de


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Di bis So 10 - 18 Uhr
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