Dan Flavin. Untitled (for Ksenija)

28.09.2018

17.07.2018 bis 30.09.2018  Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Im Jahr 1994 wurde der vom Architekten Uwe Kiessler gestaltete Kunstbau eröffnet. Mit der unterirdischen Galerie erschloss sich für das Lenbachhaus eine neue Dimension für Sonderausstellungen. Dan Flavin (1933–1996) entwickelte eigens für die Eröffnungsausstellung die Installation «Untitled» (for Ksenija), 1994. Das Spätwerk bekräftigt Flavins fortwährende künstlerische Beschäftigung im Spannungsfeld von Lichtkunst und Architektur auf eindrückliche Weise.


Seine langjährigen Freunde und Wegbegleiter Heiner Friedrich und Philippa de Ménil schenkten dem Lenbachhaus dieses Werk zum Andenken an ihre Eltern Harald und Erika Friedrich sowie John und Dominique de Ménil. Anlässlich des 80. Geburtstags von Heiner Friedrich wird Untitled (for Ksenija) ein weiteres Mal im Kunstbau ausgestellt.

Flavin zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf einfache geometrische Formstrukturen. In ihrer formalen Eindeutigkeit nehmen die Werke stets Bezug auf ihre räumliche Umgebung. Dadurch werden die Wahrnehmung der Betrachterinnen und Betrachter sowie ihr Verhältnis zum Raum zu integralen Bestandteilen der künstlerischen Arbeit.

Im Kunstbau bestückte Flavin die vier an der Decke verlaufenden Lichtschienen mit Bändern aus Leuchtstoffröhren in den Farben Grün, Blau, Gelb und Pink. Diese farbliche Setzung betont die leichte Krümmung der Architektur und lässt an die Schienen des unter dem Kunstbau befindlichen U-Bahnhofs denken. Das Licht bewirkt differenzierte Farbprojektionen auf Boden, Wände und Einbauten – aber auch auf den Körper des Besuchers oder der Besucherin. Ohne die Architektur zu verstellen, erzeugt Flavins Installation neue Akzentierungen und Wahrnehmungsmöglichkeiten des Raums.

Als Ausstellung in der Ausstellung werden im Medienraum des Kunstbaus Filme von Marcia Hafif gezeigt. Beide Künstler bewegten sich im New York der 1970er Jahre in einer kritisch versierten Kunstszene. Während Flavin sich von der Malerei abwendete und diesen Bruch zum formativen Moment seiner Kunstproduktion erklärte, blieb Malerei bei Hafif die Konstante, die parallel zu ihren Arbeiten in anderen Medien fortbestand.


Dan Flavin. Untitled (for Ksenija)
17. Juli bis 30. September 2018

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33
D-80333 München
T: 0049 (0)89 2333 200-0
F: 0049 (0)89 2333 200-3/4
E: lenbachhaus@muenchen.de
W: http://www.lenbachhaus.de


Öffnungszeiten

Di bis So 10 - 18 Uhr

 


  • Dan Flavin: Untitled (For Ksenija), 1994. Schenkung von Heiner und Philippa Friedrich im Angedenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil; © VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Lenbachhaus, Ernst Jank
  • Dan Flavin: Untitled (For Ksenija), 1994. Schenkung von Heiner und Philippa Friedrich im Angedenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil; © VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Lenbachhaus, Ernst Jank
  • Dan Flavin: Untitled (For Ksenija), 1994. Schenkung von Heiner und Philippa Friedrich im Angedenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil; © VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Lenbachhaus, Ernst Jank
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33
D-80333 München
T: 0049 (0)89 2333 200-0
F: 0049 (0)89 2333 200-3/4
E: lenbachhaus@muenchen.de
W: http://www.lenbachhaus.de


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Di bis So 10 - 18 Uhr

 


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