Sommer, Sonne, Biondi

20.06.2018 Rosemarie Schmitt

Nicht nur unter Kennern gilt er als einer der charismatischsten Soul-Sänger unserer Zeit. Jetzt präsentiert der Italiener sein Brasil-Debüt – mit eigenen Songs wie mit Covern, u.a. von Antonio Carlos Jobim. Mit dabei sind auch Sängerinnen von der Copacabana, sowie Startrompeter Till Brönner.


Sein Name ist Biondi. Mario Biondi. Jener Italiener, dessen Vater im Geiste Barry White sein könnte, hat eine brasilianische Seele. Da bin ich mir sicher. Denn ich habe sein aktuelles Album «Brasil» gehört. Diese Musik schafft es mit Leichtigkeit, meinen Tag zu bereichern und mehr als nur ein klein wenig schöner zu machen. Diese knappe Stunde Mittagspause, in der ich mir die Kopfhörer aufsetze und mir von Mario Biondi meine Stadt zeigen lasse, wie ich sie zuvor nie gesehen habe. Diese Stadt, die ich so gut zu kennen glaube mit ihren Menschen, von denen ich vielen täglich begegne, nehme ich mit einer fröhlichen, positiven Gelassenheit und Leichtigkeit wahr, dass es eine Wohltat ist. Für mich, und wahrscheinlich auch für meine Mitmenschen, die ich freundlich anlächle, statt genervt und grummelig meine Schuhspitzen zu betrachten.

Mario Biondi / Brasil / Columbia/SONY Music

  1. Felicidade
  2. Devotion
  3. Upside Down (Flor de Lis)
  4. Rivederti
  5. Take Me To The Stars
  6. Sophia
  7. It’s you I’ll always love
  8. Deixa Eu Dizer feat. Ivan Lins and Claudya
  9. On the moon
  10. Jardin D’Hiver
  11. Smooth Operator feat. Till Brönner
  12. Luiza
  13. Mundo Coloridao
  14. Rivederti (Se quer Entrar) feat. Ana Carolina and Daniel Jobim

Spätestens bei Titel Nummer 13, Mundo Coloridao (bunte Welt) möchte ich durch die Straßen tanzen und freue mich unbändig. Freue mich, dass es Musiker wie Mario Biondi gibt. Ich muss an Richard Wagner denken … Was Wagner mit Biondi zu tun hat? Nichts, glaube ich. Doch Wagner sagte: «Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.» Dass die Musik ausdrückt, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich sei, behauptete Victor Hugo. Und das Beste in der Musik stünde nicht in den Noten philosophierte Gustav Mahler. Zu wem sie das sagten? Zurecht! Hören Sie sich Mario Biondis «Brasil» an und Sie werden mir es geben müssen? Was? Na, Recht!

Haben Sie eine gute Zeit, einen wundervollen Sommer und halten Sie es mit Yehudi Menuhin und mit mir: «Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.»
Obschon ich im Fall Mario Biondi sage: nicht Sie oder wir geben ihm eine Chance, dieser Musiker kommt auch ohne uns klar, sondern Biondi gibt sie uns, die Chance die Welt ein wenig schöner zu sehen.

Herzlich,
Ihre Rosemarie Schmitt

  • Mario Biondi / Brasil / Columbia/SONY Music
  • Mario Biondi

artCore

Verein zur Förderung von
Online-Kulturberichterstattung
und Kunstpräsentationen im Internet

Kontakt

Schendlinger Straße 2, A-6900 Bregenz
T +43 (0)5574 85362
info@kultur-online.net

Kultur-Online Schweiz
T +41 (0)79 437 79 33
kapi@kultur-online.net

©artCore 2001-2016. Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.