Hello World. Revision einer Sammlung

09.04.2018

28.04.2018 bis 26.08.2018  Hamburger Bahnhof

«Hello World. Revision einer Sammlung» ist eine kritische Untersuchung der Sammlung der Nationalgalerie und ihrer vorwiegend westlichen Ausrichtung: Wie sähe sie heute aus, hätte ein weltoffeneres Verständnis ihren Kunstbegriff und ihre Entstehung geprägt? Wie würde sich dies auf den Kanon und seine kunsthistorischen Narrative auswirken? Anhand dieser Fragen entfaltet sich die Ausstellung in mehr als zehn thematischen Kapiteln als eine vielstimmige Zusammenarbeit interner und externer Kuratorinnen und Kuratoren über die gesamte Ausstellungsfläche des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.


«Hello World» legt den Fokus auf transnationale künstlerische Netzwerke und auf Momente transkultureller Verflechtungen seit dem späten 19. Jahrhundert bis heute. Die Ausstellung zeigt mehr als 120 Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos und Filme von rund 80 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bestand der Nationalgalerie, die Ausgangspunkte zur Erkundung verborgener Erzählungen und neuer Perspektiven auf die Sammlung und ihre Geschichte bilden. Darunter etwa Heinrich Vogelers Weg in die Sowjetunion, der Aufenthalt des Dadaisten Tomoyoshi Murayama im Berlin der 1920er-Jahre oder die Kollaborationen von Nicolás García Uriburu und Joseph Beuys. «Hello World» wird dafür ergänzt aus den Beständen des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst, des Kupferstichkabinetts und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatsbibliothek Berlin sowie durch internationale Leihgaben.

Als Institution mit fünf Häusern beherbergt die Nationalgalerie eine umfangreiche Sammlung von Kunst seit 1800. Mitte des 19. Jahrhunderts hervorgegangen aus der Schenkung einer Privatsammlung, entwickelte sich bereits Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie heraus die Idee eines Museums der Gegenwart, das zwischen 1919 und 1937 im Kronprinzenpalais bestand. Dessen Bestände waren nach dem Zweiten Weltkrieg auf Häuser in Ost- und West-Berlin verteilt und sind seit 1996 im Hamburger Bahnhof beheimatet. Die historischen Brüche durch Nationalsozialismus, Zweiten Weltkrieg und Kalten Krieg bilden sich deutlich in ihren Beständen ab. «Hello World» befragt die Sammlung der Nationalgalerie erstmals explizit nach ihrer eurozentrischen Prägung und stellt so zur Diskussion, wie eine Museumssammlung sich heute neu verorten kann.


Hello World. Revision einer Sammlung
28. April bis 26. August 2018
Eröffnung: Fr 27. April 18, 20 Uhr

Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50/51
D-10557 Berlin
T: 0049 (0)30 397834-12
F: 0049 (0)30 397834-13
E: hbf@smb.spk-berlin.de
W: www.hamburgerbahnhof.de


Öffnungszeiten

Di, Mi, Fr 10 - 18 Uhr
Donnerstag 10 - 20 Uhr
Sa und So 11 - 18 Uhr
Montag geschlossen

 


  • Paul Gauguin: Tahitianische Fischerinnen, 1891. Öl auf Leinwand, 71 x 90 cm; © Staatliche Museen zu Berlin, NationalgalerieLeihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung / bpk / Jörg P. Anders
  • Biren De: The Moment, 1964. Öl auf Leinwand, 97 × 84 cm; © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Thomas Bruns
  • Tomoyoshi Murayama: Konstruktion ???????????, 1925. Ölfarbe, Papier Holz, Stoff, Metall, Leder, 84 × 112,5 cm; © The National Museum of Modern Art, Tokio (Schenkung Hama Tokutaro) / Norihiro Ueno
  • Keith Haring: Untitled, 1987. Emailfarbe auf Aluminium, 190,5 x 134,6 x 20 cm; © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx / bpk / Jochen Littkemann / Keith Haring Foundation, New York
Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50/51
D-10557 Berlin
T: 0049 (0)30 397834-12
F: 0049 (0)30 397834-13
E: hbf@smb.spk-berlin.de
W: www.hamburgerbahnhof.de


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